| G7: Noch keine Einigung in Gesprächen über Ölnotreserven |
| 09.03.2026 17:27:00 |
Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der
nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer
Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch
nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine
entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der
Finanzminister der G7-Länder. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist,
wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu
stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."
Laut französischem Finanzminister wird die Arbeit in den kommenden
Tagen fortgeführt. Man werde die Situation genau beobachten. Bei dem
Gespräch der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten war
auch der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol,
anwesend. Die IEA teilte mit, sie habe über die sich
verschlechternden Bedingungen auf den globalen Ölmärkten berichtet.
Man habe über alle vorhandene Optionen gesprochen, auch über die
Freigabe von Ölreserven. Die 32 IEA-Mitgliedsländer verfügten über
1,2 Milliarden Barrel Notreserven Öl. Hinzu kämen 600 Millionen
Barrel Industrievorräte.
Ihre strategischen Ölreserven geben Volkswirtschaften jeweils in
Krisensituationen frei, um den Ölmarkt zu stabilisieren oder auf
Versorgungsengpässe zu reagieren. Zu diesem Mittel wird selten
gegriffen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte in Brüssel,
Deutschland sei offen dafür, "in einem koordinierten Verfahren zum
richtigen Zeitpunkt" auf die nationalen Ölreserven zurückzugreifen.
Noch sei dieser Zeitpunkt aber nicht gekommen. Die G7-Länder
stimmten sich eng ab. "Alle gucken gerade auf die Entwicklung der
Finanzmärkte, auf die Entwicklung auch des Handels, der Märkte
insgesamt und dann werden wir sehen, ob und wann der richtige
Zeitpunkt ist, um diese strategische Option noch zu
ziehen."/rbo/DP/mis
AXC0264 2026-03-09/17:27
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 23.409,37 | -181,66 | -0,77% |
| TecDax | 3.565,41 | -42,07 | -1,17% |
| MDAX | 28.875,10 | -607,68 | -2,06% |
| Dow Jones (EOD) | 47.740,80 | 239,25 | 0,50% |
| Nasdaq 100 | 24.967,25 | 324,23 | 1,32% |
| S & P 500 (EOD) | 6.795,99 | 55,97 | 0,83% |
| SMI | 13.000,09 | -95,46 | -0,73% |
|
| EUR/US$ | 1,1634 | -0,00 | -0,02% |
| EUR/Yen | 183,4942 | 0,04 | 0,02% |
| EUR/CHF | 0,9045 | 0,00 | 0,01% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8656 | -0,00 | -0,02% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,43% |
| CHF/US$ | 1,2864 | 0,01 | 0,49% |
|
| baha Brent Indication | 94,05 | 3,28 | 3,61% |
| Gold | 5.093,74 | -38,74 | -0,75% |
| Silber | 83,29 | 1,02 | 1,24% |
| Platin | 2.148,48 | 26,58 | 1,25% |
| |
|
|