| Wiener Börse - ATX wegen Iran-Krieg erneut im Minus / Heimischer Leitindex verliert 1,76 Prozent - Nach Erholung im Tagesverlauf - Hoffnung auf G7-Sitzung zu hohen Ölpreisen erfüllt sich nicht |
| 09.03.2026 17:58:00 |
---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte (ab 5. Absatz)
---------------------------------------------------------------------
Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind am Montag am
Wiener Aktienmarkt deutlich spürbar gewesen. Die stark ansteigenden
Ölpreise und die Sorgen um eine höhere Inflation sowie um einen
Rückgang des Wirtschaftswachstums sorgten zum Wochenauftakt für ein
dickes Minus beim ATX. Im Tagesverlauf erholte sich der heimische
Leitindex aber wieder und notierte zum Handelsschluss bei 5.308,39
Punkten um 1,76 Prozent schwächer. Der ATX Prime verlor 1,8 Prozent
auf 2.637,70 Zähler.
Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich im Minus. Der
Ölpreis hatte am Montag im frühen Handel seinen Höhenflug wegen der
sich weiter verschärfenden Lage im Nahen Osten fortgesetzt. Der
Preis für ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent stieg in der
Nacht um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (103,80 Euro). Im
Laufe des Tages stabilisierten sich die Preise aber wieder etwas.
Hoffnung gab eine Dringlichkeitssitzung der Finanzminister
führender Industriestaaten (G7) mit dem Direktor der Internationalen
Energieagentur (IEA), Fatih Birol. Mit Blick auf die mögliche
Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Krieges
wurde nach französischer Darstellung allerdings noch keine
Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte
Frankreichs Finanzminister Roland Lescure in Brüssel. "Worauf wir
uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu
nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von
Reserven eingeschlossen."
Ins Blickfeld rückten auch heimische Konjunkturdaten. Wegen stark
gestiegener Importe aus China sowie eines deutlichen Rückgangs der
Ausfuhren in die USA verzeichnete Österreich 2025 ein
Handelsbilanzdefizit von 6,6 Mrd. Euro. Wirtschaftsminister Wolfgang
Hattmannsdorfer (ÖVP) warnte bei der Präsentation der Zahlen davor,
dass Europa ein "Ausweichmarkt für Dumpingimporte aus China" werde.
Mit Abstand wichtigster Handelspartner Österreichs bleibt
Deutschland. Mit den EU-Ländern halten sich Exporte und Importe
ungefähr die Waage.
Unternehmensseitig blieb es am Montag weitgehend ruhig. Die Werte
des steirischen Anlagenbauers Andritz gaben um 2,42 Prozent auf
66,45 Euro nach. Ein stärkerer Euro sowie das Ausbleiben größerer
Aufträge in den vergangenen Quartalen haben sich laut Deutsche Bank
Research negativ auf Umsatz und Rentabilität im Geschäftsjahr 2025
ausgewirkt. Jedoch trage die Umstrukturierung schön langsam Früchte,
heißt es weiter. Ebenso werden die Aussichten für das neue
Geschäftsjahr als vielversprechend eingestuft. Der Analyst Lars
Vom-Cleff belässt das Kursziel der Aktie bei 86 Euro. Es besteht
auch weiterhin die Empfehlung "Buy".
Am unteren Ende des ATX notierten zum Handelsschluss die Werte
der voestalpine, die um 7,88 Prozent nachgaben. Dahinter folgten die
Aktien von Do&Co (-5,08 Prozent), Wienerberger (-3,89 Prozent) und
Porr (-3,35 Prozent). Moderate Abschläge von 1 bis rund 1,5 Prozent
gab es bei den schwergewichteten Bankenwerten. RHI Magnesita
verloren im prime market 5,74 Prozent, Bajaj Mobility fielen um 5,26
Prozent.
Gestützt wurde der heimische Leitindex lediglich von SBO mit
einem Plus von 3,13 Prozent, Verbund mit plus 0,93 Prozent und OMV
mit plus 0,52 Prozent. EVN blieben unverändert. Im prime market
verzeichneten zudem der Flughafen Wien ein Plus von 1,92 Prozent
sowie FACC ein Plus von 0,57 Prozent.
rst/ste
ISIN AT0000999982
|
Autor: - APA/rst/ste
|
| Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 23.409,37 | -181,66 | -0,77% |
| TecDax | 3.565,41 | -42,07 | -1,17% |
| MDAX | 28.875,10 | -607,68 | -2,06% |
| Dow Jones (EOD) | 47.740,80 | 239,25 | 0,50% |
| Nasdaq 100 | 24.967,25 | 324,23 | 1,32% |
| S & P 500 (EOD) | 6.795,99 | 55,97 | 0,83% |
| SMI | 13.000,09 | -95,46 | -0,73% |
|
| EUR/US$ | 1,1620 | -0,00 | -0,14% |
| EUR/Yen | 183,1635 | -0,30 | -0,16% |
| EUR/CHF | 0,9031 | -0,00 | -0,15% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8650 | -0,00 | -0,08% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,16% |
| CHF/US$ | 1,2867 | 0,00 | 0,10% |
|
| baha Brent Indication | 94,05 | 3,28 | 3,61% |
| Gold | 5.093,74 | -38,74 | -0,75% |
| Silber | 83,29 | 1,02 | 1,24% |
| Platin | 2.148,48 | 26,58 | 1,25% |
| |
|
|