| ROUNDUP 3: Weitere Rakete aus dem Iran abgeschossen - Erdogan warnt |
| 09.03.2026 21:31:00 |
(Neu: mit Erdogan)
ANKARA/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach dem Abfangen einer weiteren Rakete
aus dem Iran warnt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan
Teheran. Trotz Warnungen würden "weiter äußerst falsche und
provokative Schritte" unternommen, die die Freundschaft belasteten,
sagte Erdogan laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu nach einer
Kabinettssitzung. Seit Beginn des Konflikts seien alle türkischen
Einheiten in Alarmbereitschaft.
Zuvor hatte die Nato am Montag erneut eine aus dem Iran auf das
Bündnis-Mitglied Türkei abgefeuerte Rakete abgefangen. Einige
Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der
Grenze zu Syrien gefallen, teilte das türkische
Verteidigungsministerium mit. Demnach gab es keine Toten oder
Verletzten.
Der Kommunikationschef des Präsidialamts, Burhanettin Duran, schrieb
auf X, es habe sich um eine ballistische Rakete gehandelt.
Nato-Sprecherin Allison Hart sagte, das Bündnis stehe stets bereit,
alle Alliierten gegen jede Art von Bedrohung zu verteidigen.
Erdogan: Ankara für Dialog
Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Nato-Abwehrsystem in der
türkischen Grenzregion zum Iran eine ballistische Rakete abgefangen.
Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Provinz Hatay auf eine freie
Fläche. Es gab keine Verletzten.
Unklar ist, welches Ziel die iranische Rakete hatte. Die "New York
Times" berichtete unter Berufung auf US-Militärkreise, das Geschoss
hätte den Nato-Luftwaffenstützpunkt Incirlik treffen sollen. Die
US-Botschaft in der Türkei sprach unterdessen eine Reisewarnung für
die Südosttürkei aus.
Erdogan sagte weiter, es sollten keine Schritte unternommen werden,
die "einen Schatten auf unsere tausendjährigen nachbarschaftlichen
und brüderlichen Beziehungen zum Iran werfen oder unsere Nation
verletzen würden". Ankara unterstütze die Lösung von Konflikten
durch Dialog.
Nato ging von Vorsatz aus - Iran wies zurück
Die Nato ging im Fall von vergangener Woche davon aus, dass der Iran
absichtlich auf das Bündnismitglied Türkei gefeuert hatte. Der
iranische Generalstab wies die Vorwürfe zurück. In einer offiziellen
Erklärung hieß es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung
türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden
zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die
Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei.
Die Türkei verhält sich im Krieg zwischen Israel, den USA und dem
Iran eigentlich neutral und hat sich lange um eine diplomatische
Lösung des Konflikts bemüht. In der Türkei sind aber auch
US-Soldaten stationiert. Der Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist
in Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind
dort rund 1.500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt
als wichtiges Militär-Drehkreuz in der Region. Der Iran greift seit
Kriegsbeginn wiederholt Militärstützpunkte in der Region an - etwa
in den Golfstaaten./mee/DP/mis
AXC0312 2026-03-09/21:31
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 23.409,37 | -181,66 | -0,77% |
| TecDax | 3.565,41 | -42,07 | -1,17% |
| MDAX | 28.875,10 | -607,68 | -2,06% |
| Dow Jones (EOD) | 47.740,80 | 239,25 | 0,50% |
| Nasdaq 100 | 24.967,25 | 324,23 | 1,32% |
| S & P 500 (EOD) | 6.795,99 | 55,97 | 0,83% |
| SMI | 13.000,09 | -95,46 | -0,73% |
|
| EUR/US$ | 1,1645 | 0,00 | 0,07% |
| EUR/Yen | 183,3198 | -0,14 | -0,08% |
| EUR/CHF | 0,9042 | -0,00 | -0,02% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8650 | -0,00 | -0,09% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | 0,28% |
| CHF/US$ | 1,2879 | 0,00 | 0,20% |
|
| baha Brent Indication | 93,94 | -0,11 | -0,12% |
| Gold | 5.093,74 | -38,74 | -0,75% |
| Silber | 83,29 | 1,02 | 1,24% |
| Platin | 2.148,48 | 26,58 | 1,25% |
| |
|
|