| Deutschland zieht auch Personal der Botschaft im Irak ab |
| 09.03.2026 21:59:00 |
Die Bundesregierung hat wegen des Iran-Kriegs
auch das Personal der deutschen Botschaft in der irakischen
Hauptstadt Bagdad abgezogen und vorübergehend außer Landes gebracht.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte in der zyprischen
Hauptstadt Nikosia nach einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Marco
Rubio, er habe diesem auch für die US-Unterstützung bei der Ausreise
des deutschen Botschaftspersonals aus Bagdad gedankt.
Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits das Personal der
deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut
schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in
Sicherheit gebracht.
AA: Erreichbarkeit der Botschaft im Irak weiterhin gewährleistet
Aus dem Auswärtigen Amt hieß es nun, man habe mit Blick auf die
Sicherheit der Auslandsvertretungen weitere Maßnahmen zum Schutz des
Personals in Bagdad ergriffen. "Die Sicherheit unserer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Priorität und wird daher
ständig im Krisenstab der Bundesregierung thematisiert." Die
Erreichbarkeit der Botschaft sei gewährleistet. Die Rechts- und
Konsularabteilung der Vertretung in Bagdad habe wegen der
angespannten Sicherheitslage seit längerem nur noch stark
eingeschränkt arbeiten können.
Wadephul in Rubio-Telefonat: Sorge vor wirtschaftlichen Folgen
Der Bundesaußenminister erklärte, er habe am Abend mit seinem
US-Kollegen Rubio in einem Telefonat über die Situation im Nahen und
Mittleren Osten gesprochen. Man sei sich insbesondere einig gewesen,
"dass Irans wahllose Angriffe auf Länder der Region zutiefst zu
verurteilen sind und von Iran sofort eingestellt werden müssen". Es
sei sowohl die Sicherheit Israels als auch die Sicherheit der
Partner in der Region bedroht. Gleichzeitig bestehe Sorge in Bezug
auf die wirtschaftlichen Folgen einer langfristigen
Auseinandersetzung./bk/DP/mis
AXC0317 2026-03-09/21:59
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Autor: - dpa-AFX
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