| Streit geht weiter: Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein |
| 09.03.2026 23:34:00 |
Nach der Beschlagnahmung eines ukrainischen
Geldtransporters in Ungarn und der Festnahme von sieben Begleitern
hat das ukrainische Außenministerium den ungarischen Botschafter
einbestellt. In einer Protestnote warf Kiew Budapest unter anderem
Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention im Umgang
mit ukrainischen Staatsbürgern vor, wie die Behörde mitteilte.
Ungarn wird illegale Festnahme, Einschüchterung und übermäßige
Gewaltanwendung vorgeworfen.
Die ungarische Polizei hatte in der vergangenen Woche zwei
Geldtransporter mit sieben Mitarbeitern der staatlichen ukrainischen
Sparkasse kurzzeitig festgesetzt und Geldwäschevorwürfe erhoben.
Trotz eines offiziellen Antrags sei ukrainischen Konsularbeamten
kein Zugang zu den Festgenommenen gewährt worden, hieß es nun aus
dem Kiewer Außenministerium.
Hintergrund des Skandals ist der Streit zwischen Ungarn und der
Ukraine um Öllieferungen aus Russland. Diese liefen bis zuletzt über
die Pipeline "Druschba" auch über ukrainisches Gebiet. Nach einer
Beschädigung der Pipeline infolge russischer Angriffe forderte die
kurz vor einer kritischen Parlamentswahl stehende Regierung in
Budapest Kiew zur schnellen Reparatur und Wiederaufnahme des
Transits auf. Der ukrainischen Darstellung nach ist eine schnelle
Reparatur nicht möglich, was in Ungarn - und auch der benachbarten
Slowakei - auf Unglauben stößt.
Um den Druck zu erhöhen, hat Ungarn die Vergabe eines
Millionenkredits der EU an die Ukraine blockiert, der für das von
Russland angegriffene Land überlebenswichtig ist. Der ukrainische
Präsident Wolodymyr Selenskyj drohte daraufhin Ungarns
Regierungschef Orban sogar mit eigenen Soldaten./ksr/DP/zb
AXC0322 2026-03-09/23:34
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 23.409,37 | -181,66 | -0,77% |
| TecDax | 3.565,41 | -42,07 | -1,17% |
| MDAX | 28.875,10 | -607,68 | -2,06% |
| Dow Jones (EOD) | 47.740,80 | 239,25 | 0,50% |
| Nasdaq 100 | 24.967,25 | 324,23 | 1,32% |
| S & P 500 (EOD) | 6.795,99 | 55,97 | 0,83% |
| SMI | 13.000,09 | -95,46 | -0,73% |
|
| EUR/US$ | 1,1620 | -0,00 | -0,14% |
| EUR/Yen | 183,1832 | -0,28 | -0,15% |
| EUR/CHF | 0,9031 | -0,00 | -0,15% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8650 | -0,00 | -0,08% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,14% |
| CHF/US$ | 1,2867 | 0,00 | 0,10% |
|
| baha Brent Indication | 94,05 | 3,28 | 3,61% |
| Gold | 5.093,74 | -38,74 | -0,75% |
| Silber | 83,29 | 1,02 | 1,24% |
| Platin | 2.148,48 | 26,58 | 1,25% |
| |
|
|