| ROUNDUP 2: Trump stellt baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht |
| 10.03.2026 07:00:00 |
(Aktualisierung: Mit aktuellen Börsenkursen)
MIAMI/TEHERAN (dpa-AFX) - Inmitten heftiger israelischer Angriffe
auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges
Ende des Krieges ins Spiel gebracht. "Ich denke, der Krieg ist so
gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine
Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der
US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe
"weit vor dem Zeitplan". Das Hauptrisiko sei vorbei. Der
US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt
fest.
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps
Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges
entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim
verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und
das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."
Börsen nach Trump-Aussage zum Iran-Krieg im Plus
Die Börsen hingegen goutierten Trumps Aussagen. Japans Leitindex
Nikkei 225 stand zum frühen Nachmittag (Ortszeit) bei einem Plus von
etwa 2,5 Prozent. Südkoreas Leitindex Kospi erreichte parallel 4,7
Prozent über dem Vortagsschluss. In China kletterte der Hongkonger
Index Hang Seng auf mehr als 1,7 Prozent, und der CSI-300-Index, der
die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, überschritt knapp
die Marke von 1,0 Prozent.
Auch auf dem Energiemarkt sorgte die Aussicht auf ein baldiges
Kriegsende für Entspannung: Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel
zuletzt auf 92,83 US-Dollar pro Fass (159 Liter) - gut 27 Dollar
weniger als noch in der Nacht zum Montag.
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA immer wieder den Iran
an. Nach dem Beginn der US-Offensive hatte Trump zuletzt noch
gesagt, dass er von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen
ausgehe. Ende vergangener Woche nannte Regierungssprecherin Karoline
Leavitt dann einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen.
Israels Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf den Iran
Das israelische Militär teilte unterdessen mit, in zwei großen
Angriffswellen militärische Ziele im Iran ins Visier genommen zu
haben. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der
Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan
eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen
worden, hieß es in einer Armeemitteilung.
Israel und die USA begründen den Krieg mit der Bedrohung durch Irans
Raketen- und Atomprogramm. Irans Streitkräfte haben als Reaktion auf
die Luftangriffe Ziele in mehreren Ländern der Region attackiert.
Trump warnt Iran vor Schließung der Straße von Hormus
Trump warnte den Iran davor, die weltweite Ölversorgung zu stören.
Die für die Schifffahrt und die Energieversorgung wichtige Straße
von Hormus zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel müsse
offen bleiben, sagte der US-Präsident. Er denke darüber nach, sie zu
"übernehmen". Was er damit meinte, blieb offen. Zuvor hatte er
bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur
Not eskortieren.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran und
Teherans Gegenangriffen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge
zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. In
Friedenszeiten läuft täglich rund ein Fünftel des weltweiten
Ölhandels durch die Straße von Hormus. Der Iran weist Berichte über
eine vollständige Sperrung der Straße von Hormus zurück.
Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötet
Bei einem iranischen Angriff auf Bahrain kam nach Angaben aus dem
Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben. Acht weitere Menschen
seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama
verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Irans Präsident
Massud Peseschkian hatte zuletzt ein Ende der Luftangriffe auf die
regionalen Nachbarländer in Aussicht gestellt, wenn von diesen keine
Attacken auf den Iran ausgingen. Dennoch meldeten mehrere
Golfstaaten weiterhin Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran.
Syrien meldet Beschuss durch Hisbollah
Die syrischen Streitkräfte meldeten einen Artillerieangriff der
libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der
Grenze. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya
nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die
staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die
Militärführung. Die gestürzte Regierung von Syriens
Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der
proiranischen Hisbollah. Die neue Führung von Übergangspräsident
Ahmed al-Scharaa bemüht sich, den Einfluss des Irans - einem
weiteren wichtigen Verbündeten Assads - im Land zu unterbinden.
Massenkundgebungen für neuen Führer Chamenei im Iran
Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende
Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen
Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen. In Teheran
bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der
USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue. Aufnahmen des
staatlichen Fernsehens zeigten Autokorsos sowie Menschen mit
iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklärten die Demonstrierenden,
gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum "endgültigen
Sieg" fortsetzen zu wollen./dde/DP/stk
AXC0037 2026-03-10/07:00
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 23.409,37 | -181,66 | -0,77% |
| TecDax | 3.565,41 | -42,07 | -1,17% |
| MDAX | 28.875,10 | -607,68 | -2,06% |
| Dow Jones (EOD) | 47.740,80 | 239,25 | 0,50% |
| Nasdaq 100 | 24.967,25 | 324,23 | 1,32% |
| S & P 500 (EOD) | 6.795,99 | 55,97 | 0,83% |
| SMI | 13.000,09 | -95,46 | -0,73% |
|
| EUR/US$ | 1,1649 | 0,00 | 0,11% |
| EUR/Yen | 183,2887 | -0,17 | -0,09% |
| EUR/CHF | 0,9042 | -0,00 | -0,03% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8651 | -0,00 | -0,07% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | 0,33% |
| CHF/US$ | 1,2884 | 0,00 | 0,24% |
|
| baha Brent Indication | 93,67 | -0,38 | -0,41% |
| Gold | 5.093,74 | -38,74 | -0,75% |
| Silber | 83,29 | 1,02 | 1,24% |
| Platin | 2.148,48 | 26,58 | 1,25% |
| |
|
|