| Wohnraumkrise in der EU: Parlament will Bau ankurbeln |
| 10.03.2026 16:59:00 |
Das Europäische Parlament fordert Maßnahmen
wie weniger Bürokratie und steuerliche Anreize, um gegen
Wohnungsmangel in Europa vorzugehen. In einer - rechtlich nicht
bindenden - Resolution sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten in
Straßburg für einen Plan gegen die Wohnungskrise aus.
Die Resolution sieht Vereinfachungen für Baugenehmigungen vor: Sie
sollten innerhalb von 60 Tagen erteilt werden, schlugen die
Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor. Außerdem sprachen sie
sich für einen stark reduzierten Mehrwertsteuersatz auf die
Bereitstellung und den Bau von Wohnraum aus. Das Parlament
verurteilte laut Mitteilung darüber hinaus die illegale Besetzung
von Häusern und fordert strengere Maßnahmen zum Schutz der
Eigentümer.
Europaabgeordnete der Union dafür - Linke und Grüne üben Kritik
Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber betonte: "Bezahlbares Wohnen
gelingt nur, wenn wieder mehr gebaut wird." Nun sei die Europäische
Kommission am Zug. Angesichts hoher Wohnkosten hatte die Europäische
Kommission im Dezember einen Plan gegen die Wohnungskrise vorgelegt.
Wohnen ist primär Sache der EU-Länder. Die Kommission plant, lokalen
Behörden Maßnahmen zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen an die
Hand zu geben. Die Brüsseler Behörde will außerdem Investitionen in
den Wohnungsbau sowie Renovierungen anschieben.
Kritik an dem Beschluss des EU-Parlaments gab es etwa von Linken und
Grünen. Der Co-Vorsitzende der Linken-Fraktion, Martin Schirdewan,
bemängelte eine "Deregulierung zugunsten der Immobilienkonzerne und
großen Investoren" auf Kosten von Mieterinnen und Mietern. Er sprach
sich zudem gegen die Steuersenkungen ohne Auflagen für sozialen und
bezahlbaren Wohnraum aus./vni/DP/stw
ISIN DE0008303504 DE000PAT1AG3 DE000A0HN5C6 DE000LEG1110 DE000A1ML7J1
AXC0266 2026-03-10/16:59
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Autor: - dpa-AFX
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