| Internetprobleme in Russland: Moskau wird zum Funkloch |
| 11.03.2026 16:33:00 |
Die russischen Behörden drosseln das mobile
Internet im Land zunehmend - nach eigenen Angaben aus
Sicherheitsgründen. Alles geschehe in strenger Übereinstimmung mit
dem Gesetz, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen
Nachrichtenagenturen zufolge, als er auf die seit Tagen anhaltenden
Netzprobleme in Moskau angesprochen wurde. "Ich denke, die Bürger
sollten hier keinen Zweifel haben, dass das Wichtigste die
Gewährleistung der Sicherheit ist".
Die Abschaltung und Beschränkungen seien wegen der ukrainischen
Angriffe nötig. Zur Länge der systematischen behördlichen
Einschränkungen machte Peskow keine Angaben. Sie würden so lange
anhalten wie nötig, sagte er nur.
Viele digitale Möglichkeiten gestört - Verluste für Geschäftsleute
Anlass der Frage waren die - nach Problemen in der russischen
Provinz - seit knapp einer Woche auch in einer ganzen Reihe von
Moskauer Stadtbezirken anhaltenden Schwierigkeiten mit dem mobilen
Internet.
Viele, inzwischen zum Alltag der Moskauer gehörende digitale
Möglichkeiten sind dadurch gestört - so muss an vielen Kassen wieder
bar bezahlt werden. Apps für etwa Fitnesszentren, Banken,
Kurierdienste oder Taxis funktionieren nicht. Messenger wie WhatsApp
oder Telegram für die Kommunikation mit Freunden und Verwandten sind
gestört. Die Verluste für Geschäftsleute belaufen sich Schätzungen
zufolge täglich auf Dutzende Millionen Euro.
Zuletzt hatten die russischen Behörden den Internetzugang der Russen
immer weiter eingeschränkt. Youtube-Videos sind praktisch nicht mehr
aufrufbar, Anrufe per WhatsApp oder Telegram inzwischen nur noch mit
einem Virtual Private Network (VPN) möglich. Der Geheimdienst FSB
hat das Recht erhalten, das Internet nach eigenem Gutdünken in
bestimmten Regionen auch vollständig abzuschalten./bal/DP/nas
AXC0281 2026-03-11/16:33
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Autor: - dpa-AFX
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