| Zahl der irregulären Grenzübertritte in die EU sinkt stark |
| 12.03.2026 16:51:00 |
Die Zahl der registrierten irregulären
Grenzübertritte in die Europäische Union ist in den ersten zwei
Monaten dieses Jahres um 52 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das geht aus vorläufigen Zahlen
der EU-Grenzschutzbehörde Frontex mit Sitz in Warschau hervor. Knapp
12.000 Versuche registrierte die Behörde demnach bisher. Als Ursache
für den Rückgang nennt sie die durch die Jahreszeit bedingten harten
Wetterbedingungen auf den Hauptfluchtrouten über das Meer.
Der stärkste Rückgang dieser Versuche, in die EU zu kommen, wurde
auf der westafrikanischen Route über den Atlantik zu den kanarischen
Inseln (-83 Prozent) verzeichnet. Auf der zentralen Mittelmeerroute
von Nordafrika in Richtung Italien sowie auf der östlichen
Mittelmeerroute über Griechenland ging die Zahl der irregulären
Grenzübertritte jeweils um die Hälfte zurück.
Die meistgenutzte Migrationsroute in die EU bleibt demnach weiter
der zentrale Mittelmeerraum, hier wurden knapp 3.400 Grenzübertritte
gemeldet, das entspricht 30 Prozent der Gesamtzahl. Einen leichten
Zuwachs (9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es auf
der Route über das westliche Mittelmeer nach Spanien.
Frontex rechnet mit Auswirkungen des Iran-Kriegs
Die EU-Grenzschutzagentur verwies in ihrem Bericht auch auf mögliche
Auswirkungen des Iran-Kriegs. "Die Eskalation der Lage im Nahen
Osten birgt die Gefahr, dass es in den kommenden Monaten zu einer
Zunahme der Fluchtbewegung in der Region kommt", hieß es. Bislang
habe dies noch keine spürbaren Auswirkungen auf die
Migrationssituation an den Außengrenzen der EU gehabt. Frontex
beobachte die Entwicklungen weiterhin aufmerksam./dhe/DP/nas
AXC0278 2026-03-12/16:51
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Autor: - dpa-AFX
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