| Russischer Gastanker treibt im Mittelmeer |
| 12.03.2026 17:54:00 |
Im Mittelmeer treibt ein beschädigter
Flüssiggas-Tanker aus Russland nach offiziellen Angaben ohne
Besatzung auf die italienische Insel Lampedusa zu. Die
Schifffahrtsbehörden des EU-Mitgliedslandes Malta warnten davor,
dass der 277 Meter lange Tanker "Arctic Metagaz" mit seiner Ladung
von Tausenden Tonnen Gas zur Gefahr für andere Schiffe werden
könnte. Möglicherweise sei das Schiff auch manövrierunfähig.
Maltas Ministerpräsident Robert Abela zufolge ist in Malta ein
Notfallplan in Vorbereitung. Das Schiff befindet sich nach Angaben
der dortigen Behörden aktuell etwa 110 Kilometer entfernt von Maltas
Küste in internationalen Gewässern. Andere Schiffe wurden gewarnt,
sich dem Tanker näher als fünf Seemeilen (etwa neun Kilometer) zu
nähern. Von italienischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung
dafür, dass das Schiff auf Lampedusa zutreibt.
Der russische Tanker war am Dienstag vergangener Woche vor der Küste
Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der
Ukraine vor, das Schiff mit einem unbemannten Drohnenboot
angegriffen zu haben. Die Besatzung aus 30 Mann sei gerettet worden.
Präsident Wladimir Putin sprach von einem "Terroranschlag".
Fotos sollen beschädigten Tanker zeigen
Die libysche Küstenwache hatte zunächst sogar berichtet, dass das
Schiff untergegangen sei. Dann tauchten jedoch Fotos auf, die die
schwer beschädigte "Arctic Metagaz" mit erheblicher Schlagseite
zeigen sollen. Der Tanker kam nach russischen Angaben mit allen
gültigen Papieren und gemäß internationaler Regeln aus dem
russischen Hafen Murmansk.
Zuletzt war es im Schwarzen Meer zu Vorfällen mit Handelsschiffen
gekommen. Ukrainische Medien hatten Ende vergangenen Jahres bei
Explosionen auf leeren Öltankern dort berichtet, dass Kiew für die
Angriffe die Seedrohnen Sea Baby eingesetzt habe. Russland überzieht
die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen
Angriffskrieg. Die Drohnenangriffe gelten als Teil des Abwehrkampfes
der Ukraine./cs/DP/nas
AXC0301 2026-03-12/17:54
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Autor: - dpa-AFX
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