| Aktien Wien Schluss: ATX verliert deutlich |
| 12.03.2026 18:15:00 |
Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag mit einer
deutlich schwächeren Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Der
Leitindex ATX schloss mit minus 1,57 Prozent auf 5.348,99 Punkte.
Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen in
den Minusbereich.
Das belastende Thema an den Finanzmärkten blieb unverändert der hohe
Rohölpreis wegen der Kampfhandlungen im Nahen Osten. Der Iran nimmt
dabei immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins
Visier. US-Präsident Donald Trump stellt zwar seit Tagen ein
baldiges Ende des Krieges in Aussicht. Noch scheinen die Kapazitäten
des Regimes in Teheran aber ausreichend für zumindest schmerzhafte
Schläge. Je länger die militärische Auseinandersetzung anhält und
die Energiepreise ein hohes Niveau aufweisen, desto größer sind die
inflationären und konjunkturellen Auswirkungen, schrieben die
Helaba-Analysten.
Am heimischen Aktienmarkt rückten auf Unternehmensebene die Post und
die Vienna Insurance Group (VIG) mit Zahlenvorlagen in den Fokus.
Die Österreichische Post musste 2025 beim Umsatz und beim Ergebnis
einen Rückgang hinnehmen. Das Betriebsergebnis (Ebit) ging im
Jahresvergleich um fünf Prozent auf 196,9 Millionen Euro zurück. Der
Umsatz reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro. Die
Post-Aktie reagierte auf die Zahlenvorlage mit minus 2,4 Prozent.
Die Analysten der Erste Group und von Barclays bewerteten die
vorgelegten Ergebnisse als weitgehend im Rahmen der Erwartungen.
Die Vienna Insurance Group hat im vergangenen Jahr deutlich mehr
Umsatz und Gewinn gemacht. Die verrechneten Prämien stiegen 2025 um
7,1 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern
kletterte um fast ein Drittel auf 1,16 Milliarden Euro. Die
Dividende pro Aktie soll dank der Ergebnissteigerung um 12 Prozent
auf 1,73 Euro erhöht werden. Die Titel des Versicherungskonzerns
schlossen dennoch mit einem Kursabschlag von 2,2 Prozent. Nach
Einschätzung der Erste Group lieferte die VIG exzellente Ergebnisse
im Rahmen der Prognosen. Der Dividendenvorschlag enttäuschte jedoch.
Auf den ATX lasteten zudem die Kursrückgänge der schwergewichteten
Banken. Europaweit standen die Banken unter Verkaufsdruck. Erste
Group verbilligten sich in Wien trotz einer positiveren
Expertenmeinung um 3,1 Prozent auf 93,80 Euro. Die Analysten der UBS
haben ihr Kursziel für die Aktien der Erste Group leicht von 108 auf
109 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde zudem bestätigt.
Raiffeisen Bank International fielen um 2,9 Prozent und BAWAG sanken
um 1,9 Prozent.
Bei Andritz gab es einen deutlichen Kursrückgang von 2,7 Prozent zu
sehen. Voestalpine schwächten sich um 1,9 Prozent ab. In einer
schwachen Branche sackten die Titel des Automobilzulieferers Polytec
um 4,9 Prozent ab. FACC rutschten 3,9 Prozent tiefer. Die Papiere
der Stromversorger Verbund und EVN konnten hingegen um 3,1 bzw. 0,9
Prozent zulegen./ste/sto/APA/nas
ISIN AT0000999982
AXC0310 2026-03-12/18:15
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Autor: - dpa-AFX
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