| Aktien New York: Verluste - Anleger scheuen wegen Iran-Krieg Risiken |
| 12.03.2026 19:04:00 |
Der US-Leitindex Dow Jones Industrial
hat am Donnerstag seine jüngsten Verluste
ausgeweitet. Im Fokus blieb der Iran-Krieg samt der Ölpreise, die
trotz der Freigabe von Reserven durch die Internationale
Energieagentur weiter stiegen. Ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent
kostete zuletzt wieder rund 100 US-Dollar.
Anleger scheuten weiter Risiken. Denn zum einen wurden in irakischem
Gewässer zwei Öltanker angegriffen, und zum anderen verunsicherten
Aussagen von Irans neuem Religionsführer und Staatsoberhaupt.
Modschtaba Chamenei forderte Rache für die Opfer im Krieg gegen die
USA und Israel. Auch müsse "weiterhin der Hebel der Blockierung der
Straße von Hormus genutzt werden". Sie ist ein Nadelöhr der globalen
Energieversorgung.
Der Dow fiel um 1,2 Prozent auf 46.848Punkte. Der marktbreite S&P
500 sank um 1,2 Prozent auf 6.698 Zähler. Für den
technologielastigen und schwankungsanfälligen Nasdaq 100
ging es um 1,3 Prozent auf 24.632 Punkte nach unten.
"Der Iran hat es mit vergleichsweise begrenzten Mitteln geschafft,
den für die Weltwirtschaft so wichtigen Seetransport durch die
Straße von Hormus den mittlerweile zwölften Tag in Folge
lahmzulegen", konstatierte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der
Consorsbank. Die beiden brennenden Tanker vor der Küste Iraks und
die Evakuierung des Ölhafens im Oman demonstrierten Irans
unveränderte Bereitschaft, Öl als Waffe einzusetzen. "Solange der
Iran die Straße von Hormus kontrolliert, werden sich die
Finanzmärkte nicht nachhaltig beruhigen."
Eine Blockade dieses Seeweges über längere Zeit hätte dramatische
Auswirkungen auf die Weltkonjunktur. Ein kräftiger Schub bei den Öl-
und Gaspreisen könnte jeglichen Wirtschaftsaufschwung im Keim
ersticken. Die Internationale Energieagentur spricht bereits von der
"größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen
Ölmarktes".
Unter den Einzelwerten stiegen dementsprechend die Ölwerte weiter
an. So gewannen Exxon Mobil , ConocoPhillips
und Chevron zwischen fast ein und gut
drei Prozent.
Papiere aus der Düngemittelbranche waren ebenfalls gefragt, denn die
Straße von Hormus ist auch bedeutend für den Schwefel-Bedarf, einem
Bestandteil von Düngespezialitäten. Damit stiegen Mosaic
um knapp 8 Prozent. Die Anteilsscheine von CF
Industries kletterten gar auf ein Rekordhoch; hier
stand zuletzt ein Plus von fast 13 Prozent zu Buche.
Gemieden wurden hingegen einmal mehr konjunktursensible Aktien.
Unter den größten Verlierern im Dow fielen Goldman Sachs
und 3M um je knapp vier Prozent.
Auch die Papiere von Kreuzfahrgesellschaften, die unter Reiseabsagen
leiden, standen auf den Verkaufszetteln der Anleger. So sackten
Carnival und Royal Caribbean um
jeweils sechs Prozent ab.
Die zuletzt sehr gut gelaufenen Aktien von Dollar General
knickten um fast sechs Prozent ein. Der Einzelhändler
gab enttäuschende Jahres- und Langzeitprognosen ab./la/nas
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0323 2026-03-12/19:04
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Autor: - dpa-AFX
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