| Tourismus-KV - Keine Einigung in 1. Runde - vida will 3,8 Prozent / Arbeitgeber: "In der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Branche nicht umsetzbar" |
| 12.03.2026 19:08:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Gänzlich neu nach Ende der 1. Verhandlungsrunde
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Die erste Runde der Kollektivvertragsverhandlungen
2026 für den Tourismus-Sektor ist Donnerstagabend ergebnislos zu
Ende gegangen. Am 7. April wird weiter verhandelt. Die
Arbeitnehmervertreter der Gewerkschaft vida haben heute nach
Eigenangaben eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,8 Prozent
gefordert, zusätzlich zwölf garantierte freie Sonntage und bezahlte
Mittagspausen. Für die Arbeitgeber ist dies "in der aktuellen
wirtschaftlichen Situation der Branche nicht umsetzbar".
"Was wirtschaftlich nicht machbar ist, kann auch nicht vereinbart
werden", erklärten die Chefverhandler der gastgewerblichen
Fachverbände in der Wirtschaftskammer Österreich, Georg Imlauer und
Alois Rainer, nach der heutigen Verhandlungsrunde. Und legten in
einer Aussendung ihre eigene Berechnung zu den vida-Forderungen vor:
"Neben einer Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,6 Prozent verlangen die
Gewerkschaften zusätzliche rund 6 Prozent Lohnerhöhung durch die
Einführung einer bezahlten Mittagspause."
vida: Einkommensverlust verhindern
Ganz anders klingt das in der Stellungnahme der
Arbeitnehmervertreter. Ihr Rechenansatz: "Die Arbeitgeber boten
Lohn- und Gehaltsanpassungen von lediglich 2,3 Prozent. Unsere
Forderung hingegen liegt bei 3,8 Prozent, um einen Einkommensverlust
der Beschäftigten zu verhindern und ihnen den Respekt zu erweisen,
den sie verdienen. Die zugrunde liegende Jahresinflation beträgt 3,6
Prozent", so vida-Verhandlungsleiterin Eva Eberhart nach dem
heutigen Feilschen in einer Pressemitteilung.
Der ersten Gesprächsrunde war ein Geplänkel der Sozialpartner
vorausgegangen. Nachdem eine Razzia von Polizei und Finanz
zahlreiche Mängel in der Gastronomie aufdeckte, nutzte dies
vida-Chef Roman Hebenstreit für eine Breitseite gegen die Branche,
die säuerlich reagierte. Die von Arbeitgeberseite geforderte
Entschuldigung des streitbaren vida-Vorsitzenden blieb aus, trotzdem
fanden sich heute die Sozialpartner in der Wirtschaftskammer in Wien
zusammen.
Einstiegsgehalt rund 2.200 Euro brutto
Übers Jahr sind zwischen 200.000 und 240.000 Menschen nach dem
Kollektivvertrag für Hotellerie und Gastronomie angestellt. Sie sind
in rund 65.000 Betrieben beschäftigt. Die Einstiegsgehälter
variieren leicht je nach Bundesland, in Wiener Hotels und
Kaffeehäusern wird 2.264 Euro brutto bezahlt. Der Mindestlohn für
Hilfskräfte ist in allen Bundesländern mit 2.026 Euro brutto gleich.
stf/cgh
ISIN
WEB https://www.wko.at/oe/news/pressestelle-wkoe
http://www.vida.at
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Autor: - APA/stf/cgh
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