| Norddeutsche Metallbetriebe beklagen Bewerbermangel in der Ausbildung |
| 13.03.2026 06:09:00 |
Die überwältigende Mehrheit der norddeutschen
Metall- und Elektrobetriebe erhält einer Umfrage zufolge zu wenige
Bewerbungen auf Ausbildungsplätze. Das geht aus der
"Ausbildungsumfrage 2025/2026" der Arbeitgeberverbände Nordmetall
und AGV Nord hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Demnach klagten 82 Prozent der Betriebe, sie könnten
Ausbildungsplätze etwa nicht besetzen, weil es zu wenige Bewerbungen
gebe. Im Vergleich zur zurückliegenden Umfrage 2023 hat sich das
Problem verschärft: Damals meldeten noch 76 Prozent der Betriebe
einen Mangel an Bewerbungen. Gründe der Entwicklung gehen aus einer
Mitteilung zur Umfrage nicht hervor.
Rund 180 Betriebe haben sich beteiligt
Nordmetall und AGV Nord veröffentlichen die Umfrage alle zwei Jahre.
Den Angaben nach beteiligten sich rund 180 Unternehmen aus Hamburg,
Schleswig-Holstein, Bremen, dem nordwestlichen Niedersachsen und
Mecklenburg-Vorpommern. Die Befragung lief vom 8. Dezember 2025 bis
zum 21. Januar.
Nordmetall und AGV Nord vereinen nach eigenen Angaben 690
Mitgliedsunternehmen mit mehr als 180.000 Beschäftigten. Zu den
Mitgliedern gehören etwa Maschinen- und Schiffbauer, Firmen aus
Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie Stahlproduzenten.
Weniger ungeeignete Bewerbungen, weniger Abbrüche
Aus Sicht der Betriebe erfreulich ist, dass die Eignung der
Ausbildungskandidaten zugenommen hat: Nur ungefähr jeder zweite
Betrieb (54 Prozent) klagte über ungeeignete Bewerbungen. 2023 lag
der Wert mit 82 Prozent noch deutlich höher.
Auch sind Abbrüche der Umfrage nach seltener geworden: Sieben
Prozent der Betriebe benannten Ausbildungsabbrüche als ein Problem.
Zuvor klagte noch jeder fünfte Betrieb darüber. Thomas Küll,
Mitglied der Geschäftsleitung der Verbände, sprach anlässlich der
Entwicklungen von einem erfreulichen Signal./lkm/DP/zb
AXC0027 2026-03-13/06:09
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Autor: - dpa-AFX
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