| ROUNDUP: Lufthansa-Streik legt erneut Hunderte Flüge lahm |
| 13.03.2026 06:35:00 |
Fluggäste der Lufthansa müssen
sich weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die
Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit setzt ihren am Donnerstag
begonnenen Streik bei Deutschlands größter Fluggesellschaft fort.
Erneut sollen hunderte Flüge vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt
und München ausfallen, wie aus den Informationen der Flughäfen
hervorgeht. Lufthansa rechnet erst für Samstag wieder mit einem
regulären Flugplan.
Die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte von einer
hohen Beteiligung der Beschäftigten an der bereits zweiten
Streikwelle berichtet. Schon am 12. Februar hatten die Piloten mit
ihrem Tarifkonflikt um die Betriebsrenten einen Großteil der
Lufthansa-Flüge ausfallen lassen.
Streit um Flugausfälle
Im aktuellen Streik hat Lufthansa einen Sonderflugplan für beide
Streiktage aufgestellt, nach dem mindestens die Hälfte des sonst
üblichen Programms stattfinden sollte. Bei Fernflügen werde sogar 60
Prozent erreicht. Dieses Programm finde statt wie geplant. Dem hat
die Vereinigung Cockpit widersprochen: Nach ihren Daten seien 70
Prozent der Flugzeuge bis zum Nachmittag am Boden geblieben.
Nach Angaben der Flughafenbetreiber fielen am ersten Streiktag in
Frankfurt rund 400 von 1.165 geplanten Starts und Landungen aus. In
München wurden 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Die
Zahlen beziehen sich auf alle Fluggesellschaften, die Ausfälle sind
wesentlich der Lufthansa zuzuordnen. In München soll die Zahl der
Absagen am Freitag auf 180 fallen.
Cityline startet am Freitag wieder
Das hängt mit dem früheren Streik-Ende bei der Teilgesellschaft
Lufthansa Cityline zusammen, die nur einen Tag lang bestreikt werden
sollte. Die Regionaltochter übernimmt mit 30 Flugzeugen
Zubringerverkehre von kleineren Flughäfen an die Drehkreuze. Während
es im Tarifkonflikt bei der Regionaltochter Cityline um eine
Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo
und der Kerngesellschaft Lufthansa um höhere Betriebsrenten.
Lufthansa wollte nach eigener Ankündigung größere Flugzeuge
einsetzen, Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines
erledigen lassen und freiwillige Crews einsetzen. An diesen
Planungen für beide Streiktage habe es keine Änderungen mehr
gegeben, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Laut VC werden auch
Subunternehmen eingesetzt./ceb/DP/zb
ISIN DE0008232125
AXC0035 2026-03-13/06:35
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Autor: - dpa-AFX
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