| Aktien Frankfurt Ausblick: Schwach erwartet - Ölpreis weiter bei 100 US-Dollar |
| 13.03.2026 08:18:00 |
Fast zwei Wochen nach Kriegsausbruch im Iran
zeichnet sich im Dax ein nochmals schwächerer Start
ab. Anleger bleiben vor dem Wochenende wegen möglicher weiterer
Ereignisse im Nahen Osten lieber vorsichtig. Auch in Asien waren die
Vorzeichen an den Aktienmärkten wieder negativ.
Eine Stunde vor dem Auftakt signalisierte der X-Dax
für den deutschen Leitindex einen Start bei 23.475 Punkten, was ein
Abschlag von einem halben Prozent bedeuten würde. Auf Wochensicht
bahnt sich so für Dax ein ähnlich hohes Minus an - vor allem bedingt
vom düsteren Montag, als der Dax mit 22.927 Punkten auf ein Tief
seit Mai abgesackt war.
Richtungsweisend bleibt die Entwicklung der Öl- und Gaspreise, die
entscheidend sind für Konjunktur- und Inflationssorgen. Am Freitag
wirkt die Lage vergleichsweise ruhig, denn der Preis für ein Barrel
der Nordsee-Ölsorte Brent pendelt seit Donnerstag um 100 US-Dollar,
nachdem er am Montag mit fast 120 Dollar noch auf den höchsten Stand
seit 2022 gesprungen war. Er bleibt damit aber insgesamt auf einem
hohen Niveau. Der Iran droht derweil mit weiteren Angriffen auf die
Öl- und Gas-Infrastruktur der Region.
"Anleger glauben noch an den Trump-Put", schrieb am Freitag der
Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank. Damit meint der
Experte die Annahme, dass der US-Präsident rechtzeitig eingreift,
wenn die Märkte stärker unter Druck geraten. Deshalb seien die
Aktienmärkte nicht so stark gefallen wie bei früheren
Ölpreisschocks. Der Dax hat seit dem Kriegsausbruch bislang weniger
als sieben Prozent verloren.
"Die Nervosität wächst jedoch täglich und je länger die Straße von
Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in
Richtung Stagflation tendieren", warnt der Experte. In diesem
Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation
anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der
großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche
anstehen.
Die Stagflationssorgen hatten zuletzt den Banken
besonders stark zugesetzt, sodass Aktien aus diesem Sektor weiterhin
im Fokus stehen dürften. Laut dem Barclays-Experten Cau sind sie
typische Verlierer, genauso wie Rohstoff- und Konsumwerte. Titel aus
den Bereichen Energie, Versorger und Gesundheit sieht er auf der
anderen Seite als Profiteure.
Im Konsumbereich im Fokus stehen könnte am Freitag Beiersdorf
wegen schlechter Vorgaben des
US-Kosmetik-Konkurrenten Ulta Beauty. Dessen Aktien verloren im
nachbörslichen New Yorker Handel 8,5 Prozent an Wert wegen eines
enttäuschenden Ausblicks, der mit steigenden Marketingkosten
begründet wurde. Einem Händler zufolge ist es auch nicht
ausgeschlossen, dass sich dies leicht negativ auf den
Duftstoffhersteller Symrise auswirkt.
Vom Saatguthersteller KWS Saat wurde am Morgen
vermeldet, dass der Vertrag mit Vorstandssprecher Felix Büchting
langfristig bis Ende 2032 verlängert wurde. Im vorbörslichen Handel
auf der Plattform Tradegate hat dies aber zunächst nicht für
Aufmerksamkeit gesorgt./tih/jha/
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0057 2026-03-13/08:18
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Autor: - dpa-AFX
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| CHF/US$ | 1,2691 | -0,00 | -0,32% |
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