| Marodes Atommülllager Asse - Start der Bergung verzögert |
| 13.03.2026 15:40:00 |
Der geplante Beginn der Rückholung des
radioaktiven Abfalls aus dem maroden Atommüll-Lager Asse ist
geplatzt. "Derzeit bestehen noch so viele Unsicherheiten im
Gesamtsystem, so dass seriös kein neuer Rückholbeginn genannt werden
kann", sagte Dagmar Dehmer, Sprecherin der Bundesgesellschaft für
Endlagerung (BGE). Bisher hatte die zuständige Betreibergesellschaft
mit Sitz im niedersächsischen Peine eine Rückholung der Abfälle ab
dem Jahr 2033 anvisiert.
BGE verweist auf Unsicherheiten
Über den geplatzten Starttermin hatte zuvor die "Braunschweiger
Zeitung" berichtet. Seit einigen Wochen gibt es bereits Berichte
darüber, dass es keinen Zeitplan mehr für die Rückholung gebe.
Umplanungen im Ablauf seien ein wesentlicher Grund dafür, dass
aktuell kein Gesamtplan vorgelegt werden könne, sagte BGE-Sprecherin
Dehmer nun. Im April will die Gesellschaft Informationen zum
Planungsstand geben.
126.000 Fässer in der Asse
In der Schachtanlage im Landkreis Wolfenbüttel liegen in 13 Kammern
rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen,
die in den 60er und 70er Jahren dort eingelagert worden waren. Da
die Asse als instabil gilt, sollen die Fässer zurückgeholt werden.
Es gibt den gesetzlichen Auftrag, die Asse unverzüglich
stillzulegen. Zuständig für die Rückholung ist die BGE.
Milliardenkosten bis zum Start
Die BGE hatte 2020 einen Plan vorgelegt, nach dem 2033 mit der
Rückholung begonnen werden sollte. Die Kosten nur bis zum Start
kalkulierte die BGE schon damals mit mehr als drei Milliarden Euro.
Das Vorhaben von 2020 sei ein Konzept gewesen, das "an vielen
Stellen nicht planungsuntersetzt" gewesen sei, heißt es nun von der
BGE. Der Plan habe grobe Zeitabschätzungen angenommen, die
inzwischen überholt seien und sich teilweise als deutlich zu niedrig
angesetzt herausgestellt hätten./bch/DP/mis
AXC0214 2026-03-13/15:40
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Autor: - dpa-AFX
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