| Klingbeil will Ölpreis-Profite an Bürger 'zurückgeben' |
| 13.03.2026 15:52:00 |
SPD-Chef Lars Klingbeil will übermäßige Profite
der Ölkonzerne bei den Spritpreisen nicht dulden. "Da müssen wir auf
europäischer Ebene Maßnahmen treffen, um an diese Profite ranzugehen
und sie den Bürgern zurückzugeben", sagte der Bundesfinanzminister
bei einer SPD-Veranstaltung in Trier.
Nähere Angaben machte er dazu nicht. "Da muss Politik handeln und
sagen: Die, die jetzt mit der Krise gerade Profit machen, denen muss
am Ende auch dieser Profit wieder abgenommen werden. Und es muss den
Verbrauchern zurückgegeben werden", fügte er hinzu. Es müsse "auf
europäischer Ebene gehandelt werden".
"Wir brauchen eine totale Preistransparenz"
Klingbeil sagte, niemand wisse, wie lange der Iran-Krieg dauern
werde. "Wir sind vorbereitet, wenn der Krieg länger dauert und wenn
er weitergeht." Im Finanzministerium werde gerade geprüft, "was wir
machen können, wenn wir sehen, die Konzerne verdienen weiter mit
dieser Krise ihren Profit."
Die Mineralölkonzerne hätten offenbar beschlossen: "Wir nutzen diese
Krise aus und wir hauen bei den Spritpreisen ordentlich was drauf."
Dies müsse unterbunden werden. "Wir müssen das Kartellrecht
nachschärfen. Wir müssen denen auf die Finger kloppen, die sagen,
wir nutzen solche Krisen aus."
Es gehe darum, eine "totale Preistransparenz" zu schaffen.
Deutschland stehe bei dem Anstieg der Kraftstoffpreise "ganz vorne,
in anderen Ländern ist ganz wenig passiert im Durchschnitt". Das sei
"schon komisch, weil das ja die gleichen Öltanker sind, die da
losgefahren sind in der Region".
"Das ist nicht unser Krieg"
Zur Ankündigung der USA, russische Öltransporte zeitlich begrenzt
wieder zu erlauben, sagte Klingbeil: "Wir müssen deutlich machen:
Das ist nicht unser Krieg, wir werden uns daran nicht beteiligen."
Wichtig sei jetzt, "dass alle schnell an den Verhandlungstisch
zurückkehren" und dass der Flächenbrand in der Region nicht noch
größer werde. US-Präsident Donald Trump habe innerhalb von fünf
Tagen mehrere unterschiedliche Kriegsziele und Kriegsgründe genannt.
Das iranische Regime sitze weiterhin fest im Sattel. Er halte die
Kritik am Vorgehen der Amerikaner für "total vollkommen zentral
berechtigt".
Am 22. März wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. Die
CDU will nach 35 Jahren in der Opposition stärkste Partei werden und
Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ablösen. In bisherigen
Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Parteien
ab.
Klingbeil war zwei Tage in Rheinland-Pfalz, unter anderem, um
Schweitzer im Wahlkampf zu unterstützen. "Alex setzt da die
richtigen Schwerpunkte. Und die nächsten zehn Tage wird jetzt ganz
viel passieren", sagte Klingbeil./rtt/DP/mis
ISIN FR0000120271 GB0007980591 AT0000743059 IT0003132476 GB00BP6MXD84
AXC0220 2026-03-13/15:52
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Autor: - dpa-AFX
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