| STICHWORT: Fünf Dinge, die man über Kuba wissen sollte |
| 13.03.2026 16:02:00 |
Kuba hat Gespräche mit den USA bestätigt -
nachdem es lange dazu geschwiegen hatte. US-Präsident Donald Trump
hat die sozialistische Karibikinsel in der Nähe der Küste Floridas
ins Visier genommen. Washington übt Druck aus, damit die Insel
wirtschaftlichen und politischen Veränderungen zustimmt.
Welche Bedeutung hat Kuba?
Während die Führung in Havanna zwischen den 1960er und 1980er Jahren
immer wieder mit militärischer, logistischer und geheimdienstlicher
Unterstützung zugunsten linker Verbündeter in Lateinamerika und
Afrika eingriff, ist sie heute weitgehend mit sich selbst
beschäftigt. Beim Konflikt zwischen den USA und Kuba geht es
mittlerweile eher um Symbolik: Die Falken im Weißen Haus wollen sich
nicht damit abfinden, dass die sozialistische Regierung im rund 150
Kilometer von Florida entfernten Havanna ihnen seit fast 70 Jahren
die Stirn bietet. Die Exil-Kubaner in Florida sind zudem eine
wichtige Wählerbasis für die in Washington regierenden Republikaner.
Wie wird das Land regiert?
Die sozialistische Regierung unter Präsident Miguel Díaz-Canel führt
das Land mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern mit harter Hand.
Neben der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) sind auf der
Karibikinsel keine anderen Parteien zugelassen. Auch die Wirtschaft
und die Zivilgesellschaft werden weitgehend von der Kommunistischen
Partei kontrolliert. Oppositionelle sind größtenteils in Haft oder
im Exil.
Wie ist die aktuelle Lage im Land?
Kuba steckt derzeit in einer der schwersten Wirtschaftskrisen seit
der Revolution 1959. Immer wieder kommt es zu stundenlangen
Stromausfällen, selbst staatlich subventionierte Grundnahrungsmittel
sind knapp. Zuletzt kam es auf der Insel zu vereinzelten Protesten
gegen die katastrophale Wirtschaftslage. Das verbündete Venezuela
versorgte Kuba bislang mit Öl zum Vorzugspreis. Washington hat aber
den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro festgenommen und eine
Öl-Blockade verhängt.
Welche sind die wichtigsten Einnahmequellen der Insel?
Die wichtigsten Devisenquellen für Kuba sind die Entsendung von
Ärzten in andere Länder und der Tourismus. Allerdings ist der
Tourismus in den vergangenen Jahren eingebrochen. 2024 besuchten
rund 2,2 Millionen Urlauber die Insel - weniger als die Hälfte der
Touristen im Jahr 2018. Die wichtigsten Exportgüter Kubas sind
Zigarren, Rum, Nickel und Zink.
Wer sind Kubas Verbündete?
Während des Kalten Krieg war Kuba eng mit der Sowjetunion und den
anderen sozialistischen Staaten Osteuropas verbündet. Der Fall des
Eisernen Vorhangs stürzte Kuba in eine schwere Krise: In der
sogenannten Sonderperiode musste die Führung in Havanna ihre
Außenbeziehungen neu ordnen. Zuletzt zählten die sozialistischen
Regierungen von Venezuela und Nicaragua sowie im weiteren Sinne auch
China und Russland zu den Verbündeten Kubas. Auch zu Iran unterhält
Havanna gute Beziehungen./aso/DP/mis
AXC0223 2026-03-13/16:02
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Autor: - dpa-AFX
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