| DGB-Umfrage: Viele Überstunden bei Kitas, Kliniken, Polizei |
| 13.03.2026 16:40:00 |
Rund 40 Prozent der Beschäftigten des
öffentlichen Diensts machen laut einer DGB-Umfrage regelmäßig
Überstunden. 22 Prozent leisten durchschnittlich ein bis fünf
Überstunden pro Woche, 17 Prozent mehr als das, wie aus der Erhebung
des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervorgeht, die der Deutschen
Presse-Agentur vorliegt. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe
berichteten zuerst darüber. Keine Überstunden fallen demnach bei 60
Prozent der Beschäftigten des öffentlichen Diensts an.
Der DGB hatte 2025 insgesamt mehr als 4000 Beschäftigte befragt.
Andere Aspekte dieses "DGB-Index Gute Arbeit" hatte der
Gewerkschaftsbund bereits mitgeteilt. So haben auch viele
Beschäftigte über alle Bereiche hinweg längere Arbeitszeiten als
gewünscht. Lediglich 40 Prozent der Befragten würden ihre aktuelle
Wochenarbeitszeit beibehalten - 53 Prozent würden sie verkürzen,
wenn möglich. Sieben Prozent würden gerne länger arbeiten.
"Personaldecke immer dünner"
Der nun veröffentlichten Sonderauswertung zum öffentlichen Dienst
zufolge sind dort 39 Prozent der Befragten mit ihrer aktuellen
Arbeitszeit zufrieden. 56 Prozent würden gerne weniger arbeiten.
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte, bei
Behörden, Kitas, Krankenhäusern, Polizei und Gerichten müsse ständig
länger gearbeitet werden: "Die Zahl der Aufgaben wächst, während die
Personaldecke immer dünner wird."
Hannack bezeichnete Forderungen nach weniger Teilzeit und längeren
Arbeitszeiten aus der Politik als "Schlag ins Gesicht all jener, die
seit Jahren an der Belastungsgrenze arbeiten". Auch die geplante
Abschaffung des Acht-Stunden-Tags sei ein falsches Signal. Union und
SPD wollen statt des üblichen Acht-Stunden-Tags einen wöchentlichen
Rahmen für die Arbeitszeit einführen./bw/DP/men
AXC0236 2026-03-13/16:40
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Autor: - dpa-AFX
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