| Devisen: Euro fällt zum Dollar auf den tiefsten Stand seit Anfang August 2025 |
| 13.03.2026 17:26:00 |
Der Euro ist am Freitag zum
US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit Anfang August gefallen. Der
anhaltende Iran-Krieg lastet weiter auf dem Euro. Am Vormittag sank
der Kurs zeitweise bis auf 1,1433 US-Dollar. Zuletzt notierte der
Euro auf ähnlichem Niveau.
Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1476
(Donnerstag: 1,1547) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8713
(0,8660) Euro.
Da Beginn des Iran-Krieges die Gas- und Ölproduktion und der
Transport der beiden Rohstoffe im Nahen Osten stark beeinträchtigt
sind, ziehen die Preise dafür stark an. Da Gas und Öl in der
US-Währung gehandelt werden, steigt die Dollar-Nachfrage. Zudem ist
der Dollar als Krisenwährung gefragt. Die Vereinigten Staaten sind
außerdem Nettoexporteur von Öl, sodass die weltweit größte
Volkswirtschaft nicht so stark wie andere Staaten wie beispielsweise
Japan oder Deutschland von Engpässen am Ölmarkt betroffen sind.
Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA
bewegten den Devisenmarkt kaum. So wuchs die US-Wirtschaft im
vierten Quartal weniger als erwartet. Die Auftragseingänge für
langlebige Güter haben im Januar nur stagniert. Die von Universität
von Michigan erhobene Konsumklima trübte sich im März nicht so stark
ein wie befürchtet.
Wichtiger als Konjunkturdaten dürfte die Reaktion der Notenbanken
auf den Iran-Krieg sein. Sowohl die EZB als auch die US-Notenbank
werden in der kommenden Woche ihre Leitzinsentscheidung treffen.
Eine Änderung der Zinsen wird zunächst nicht erwartet. "Für die
Entwicklung der einzelnen Währungen wird dabei entscheidend sein,
inwieweit die jeweilige Zentralbank die Erwartungen auf höhere
Zinsen bestärkt", kommentiert Commerzbank-Experte Michael Pfister.
"Da von der EZB derzeit eine recht starke Reaktion eingepreist ist,
besteht für den Euro wohl mit das größte Abwärtspotenzial. Stützt
EZB-Präsidentin Christine Lagarde diese Zinserwartungen nicht,
dürfte es in der kommenden Woche für den Euro schwierig werden."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,86503 (0,86243) britische Pfund, 182,85 (183,43)
japanische Yen und 0,9034 (0,9028) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.028 Dollar. Das
waren etwa 50 Dollar weniger als am Vortag./jsl/mis
ISIN EU0009652759
AXC0249 2026-03-13/17:26
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Autor: - dpa-AFX
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