| Italien dementiert Bericht über Gespräche mit Iran über Hormus |
| 13.03.2026 17:27:00 |
Die italienische Regierung hat einen Medienbericht
dementiert, wonach Italien und Frankreich mit dem Iran über freies
Geleit ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus verhandeln. Aus Rom
hieß es, es habe keine "bilateralen Verhandlungen oder direkte
Gespräche mit dem Iran gegeben, um die Durchfahrt italienischer
Schiffe durch die Straße von Hormus zu gewährleisten". Der
Élysée-Palast reagierte auf Anfrage zu dem Bericht zunächst nicht.
Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge liegt zwischen dem Iran und
dem Oman und gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für
den weltweiten Ölexport. Kaum ein Schiff kann derzeit wegen der
Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen die Straße von Hormus
passieren. Die Handelsschifffahrt dort ist seit Beginn der jüngsten
Kampfhandlungen beinahe zum Erliegen gekommen.
Zeitung: Verhandlungen, um Exporte wieder anzukurbeln
Die "Financial Times" hatte berichtet, Italien und Frankreich hätten
Gespräche mit Teheran aufgenommen, um eine Vereinbarung
auszuhandeln, die die sichere Durchfahrt ihrer Schiffe durch die
Meerenge gewährleisten soll. Die Zeitung berief sich dabei auf "mit
den Bemühungen vertraute Personen". Die beiden Länder hätten die
Verhandlungen aufgenommen, um die Öl- und Gasexporte wieder
anzukurbeln, ohne den Konflikt zu verschärfen, hieß es in dem
Bericht.
Neben Kreisen aus dem Amtssitz der italienischen Ministerpräsidentin
Giorgia Meloni haben auch Kreise aus dem Außenministerium in Rom
Stellung zu dem Bericht bezogen. "In ihren diplomatischen Kontakten
wollen die italienischen Führungskräfte die Bedingungen für eine
allgemeine militärische Deeskalation fördern, es gibt jedoch keine
Hinterzimmerverhandlungen, die darauf abzielen, nur bestimmte
Handelsschiffe auf Kosten anderer zu schützen", hieß es./rme/DP/men
AXC0250 2026-03-13/17:27
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Autor: - dpa-AFX
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