| Devisen: Euro im US-Handel nahe tiefstem Stand seit Anfang August |
| 13.03.2026 20:13:00 |
Der Euro ist am Freitag im
US-Handel unter Druck geblieben. Der anhaltende Iran-Krieg lastete
weiter auf der Gemeinschaftswährung.
Zuletzt notierte der Euro zu 1,1437 Dollar und damit rund einen Cent
niedriger als noch im asiatischen Geschäft. Zugleich bewegte sich
der Eurokurs nur etwas über dem niedrigsten Stand seit Anfang
August, auf den er im Tagesverlauf abgesackt war. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1476 (Donnerstag:
1,1547) Dollar fest.
Da seit Beginn des Iran-Krieges die Gas- und Ölproduktion sowie der
Transport der beiden Rohstoffe im Nahen Osten stark beeinträchtigt
sind, ziehen die Preise dafür stark an. Da Gas und Öl in der
US-Währung gehandelt werden, steigt die Dollar-Nachfrage.
Zudem ist der Dollar als Krisenwährung gefragt. Die Vereinigten
Staaten sind außerdem Nettoexporteur von Rohöl, sodass die weltweit
größte Volkswirtschaft nicht so stark wie andere Staaten wie
beispielsweise Japan oder Deutschland von Engpässen am Ölmarkt
betroffen sind.
Wichtig dürfte die Reaktion der Notenbanken auf den Iran-Krieg sein.
Sowohl die Europäischen Zentralbank als auch die US-Notenbank werden
in der kommenden Woche ihre Leitzinsentscheidung treffen. Eine
Änderung der Zinsen wird zunächst zwar nicht erwartet.
Für die Entwicklung der einzelnen Währungen werde aber entscheidend
sein, inwieweit die jeweilige Zentralbank die Erwartungen auf höhere
Zinsen bestärkt, kommentiert Commerzbank-Experte Michael Pfister. Da
von der EZB derzeit eine recht starke Reaktion eingepreist sei,
bestehe für den Euro wohl mit das größte Risiko. Stütze
EZB-Präsidentin Christine Lagarde diese Zinserwartungen nicht,
dürfte es in der kommenden Woche für den Euro schwierig
werden./la/mis
ISIN EU0009652759
AXC0275 2026-03-13/20:13
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Autor: - dpa-AFX
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