| ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Anleger bleiben nervös wegen des Iran-Krieges |
| 13.03.2026 21:35:00 |
Die US-Börsen sind am Ende einer schwachen
Woche noch etwas tiefer in die Verlustzone gerutscht. Am Freitag
drückten die Intensivierung des Iran-Kriegs und der damit
einhergehende Anstieg der Ölpreise auf die Stimmung, nachdem im
frühen Handel noch enttäuschende Konjunkturdaten die Hoffnungen der
Anleger auf zumindest eine Leitzinssenkung der Notenbank in diesem
Jahr wiedererweckt hatten. Die US-Wirtschaft war im Schlussquartal
2025 schwächer gewachsen als erwartet.
Der Dow Jones Industrial gab um 0,26 Prozent auf
46.558,47 Punkte nach und fiel damit auf das Niveau von Ende
November. Die fortdauernde, weitgehende Sperre der Straße von
Hormus, einem Nadelöhr des globalen Öl- und Gashandels, und der
damit verbundenen Inflationssorgen belasteten weiter.
Auf Wochensicht ergibt sich damit für den Dow ein Minus von zwei
Prozent. "Die Anleger beginnen sich Sorgen zu machen, dass sich die
Lage im Nahen Osten so lange hinziehen könnte, dass sie Auswirkungen
auf die Wirtschaft hat", sagte Marktstratege Matt Maley vom
Vermögensverwalter Miller Tabak.
Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 0,61
Prozent auf 6.632,19 Zähler und näherte sich damit weiter der viel
beachteten 200-Tage-Durchschnittslinie. Sie gilt als Maß für den
langfristigen Trend. Der technologielastige Nasdaq 100
büßte 0,62 Prozent auf 24.380,73 Punkte ein.
Die Unsicherheit am Markt bleibt wegen des Iran-Kriegs hoch. Denn
die Revolutionsgarden des Landes halten an ihrer Blockade der Straße
von Hormus im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden
erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur Fars, dass
sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Modschtaba Chamenei
folge.
Ungeachtet dessen sehen sich die USA weiter auf dem Weg zum Erfolg.
Die Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert
worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des
Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der
Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend
zerstört.
An der Dow-Spitze zogen die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing
um 2,5 Prozent an. Die Nachrichtenagentur Bloomberg
hatte unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet,
dass die Verkabelungsprobleme bei dem Modell 737 Max weniger
umfangreich seien als zunächst gedacht.
Unter den Einzelwerten richteten sich die Blicke zudem auf Adobe
. Das baldige Ausscheiden des Chefs Shantanu Narayen
hatte am Markt Sorgen um einen möglichen Strategiewechsel des
Software-Anbieters geschürt. Die Aktien sackten um 7,6 Prozent ab
und waren damit das Schlusslicht im Nasdaq 100.
Am S&P-500-Ende wiederum knickten die Papiere von Ulta Beauty
um gut 14 Prozent ein. Die auf Kosmetik
spezialisierte Filialkette hatte mit der Prognose für das
Umsatzwachstum in diesem Jahr enttäuscht.
Für Linde ging es nach einem positiven
Analystenkommentar der Bank JPMorgan um 0,7 Prozent nach oben. Der
Konzern sei angesichts der gegenwärtig schwierigen Marktbedingungen
besser aufgestellt als andere Unternehmen aus der Rohstoffbranche,
schrieb Experte Jeffrey Zekauskas. Die Kunden aus dem
US-Chemiesektor dürften operativ zulegen, um von höheren
Exportpreisen zu profitieren. Die Inflation der Rohstoffpreise
dürfte zu einem gewissen Grad an die Kunden des Herstellers
industriell genutzter Gase weitergereicht werden./la/mis
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0280 2026-03-13/21:35
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Autor: - dpa-AFX
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| Nasdaq 100 | 24.380,73 | -152,85 | -0,62% |
| S & P 500 (EOD) | 6.632,19 | -40,43 | -0,61% |
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