| MDR plant weitere Einsparungen in Millionenhöhe |
| 14.03.2026 07:19:00 |
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) bereitet
weitere Einsparungen in Millionenhöhe vor. Damit reagiert der Sender
auf die Empfehlung der unabhängigen Expertenkommission KEF, wonach
der monatliche Rundfunkbeitrag ab 2027 auf 18,64 Euro steigen soll.
Sollte diese Höhe beschlossen werden, "müssen wir bis Ende 2028
allein als MDR zusätzlich weitere 30 Millionen Euro sparen",
erklärte Intendant Ralf Ludwig im Gespräch mit der "Sächsischen
Zeitung" und der "Leipziger Volkszeitung". "Käme gar keine Erhöhung,
wären es weitere 60 Millionen Euro."
Derzeit liegt der Rundfunkbeitrag bei 18,36 Euro im Monat pro
Haushalt. Im 24. Bericht vom Februar 2024 hatte die KEF eine
Anhebung auf 18,94 Euro ab 2025 empfohlen. Weil nicht alle 16 Länder
zustimmten, blieb die Erhöhung ganz aus. Deswegen haben ARD und ZDF
Verfassungsbeschwerde eingelegt.
Jüngst hatte die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs
der Rundfunkanstalten) nun ihre frühere Empfehlung um 30 Cent
gesenkt. Begründet wird das mit höheren Einnahmen, weil sich die
Zahl der beitragspflichtigen Wohnungen günstiger entwickelt habe als
prognostiziert.
Ludwig: "Wir müssen näher an die Leute ran."
Der MDR habe bereits ein Sparprogramm von 160 Millionen Euro unter
der Annahme geschnürt, dass der Beitrag auf 18,94 Euro steige,
erklärte Ludwig. Sollte die Beitragserhöhung geringer ausfallen oder
ganz ausbleiben, sei eine weitere Sparrunde nötig.
"Wir werden die Menge etwas eingrenzen und Teile der frei werdenden
Kapazitäten nutzen, um für das Publikum bleibende Formate zu stärken
und neue zu entwickeln", sagte Ludwig. Generell werde über
Einschnitte ins Programm zu reden sein, aber auch über "Einschnitte
im Haus". Andererseits benötige der MDR mehr Dialogformate, in denen
die Bevölkerung zu Wort komme. Ludwig: "Wir müssen näher an die
Leute ran."/hum/DP/zb
AXC0018 2026-03-14/07:19
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Autor: - dpa-AFX
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