| Flughafen 2040: Reisen ohne sichtbare Sicherheitskontrolle? |
| 18.03.2026 14:40:00 |
Am Flughafen der Zukunft wird die Mehrheit
der Passagiere keine Sicherheitskontrolle mehr wahrnehmen: Dieses
Szenario für 2040 hat der Präsident des Bundesverbandes der
Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), Alexander Borgschulze, bei den
15. Luftsicherheitstagen in Schönefeld bei Berlin entworfen. Dabei
werde die Identität des Fluggastes schon beim Betreten des Terminals
biometrisch identifiziert - datenschutzkonform. Das Handgepäck werde
nicht mehr ausgeräumt. Stattdessen würden KI-Systeme verbotene
Gegenstände erkennen und Abweichungen analysieren.
Der überwiegende Teil des Prozesses werde 2040 "ohne jeden manuellen
Eingriff" und für den Reisenden nahezu unsichtbar erfolgen, aber
nicht weniger sicher sein. Dort, wo es Auffälligkeiten gebe, greife
dann ein Mitarbeiter ein. Das sei dann nicht mehr der Kontrolleur
jeder einzelnen Tasche, sondern ein qualifizierter Beschäftigter,
der Prozesse überwacht.
Am Ende entscheidet immer der Mitarbeiter
Der zunehmende Einsatz von Technologie sei aufgrund zunehmender
bürokratischer Anforderungen und Schwierigkeiten bei der
Personalgewinnung notwendig, betonte der Verbandspräsident. Dafür
benötigten die Unternehmen klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Die
Entwicklung stehe unter der Überschrift: "Technik ersetzt keine
Verantwortung.".
Innen-Staatssekretär Hans-Georg Engelke zeigte sich offen für mehr
Technik im Kontrollprozess am Flughafen. Gleichzeitig betonte er die
Bedeutung von Qualitätssicherungsmaßnahmen - etwa durch Menschen,
die als Testpersonen versuchen, etwaige Lücken in den
Sicherheitskontrollen zu schließen.
Dass bei der jährlichen Veranstaltung diesmal auch Vertreter der
Bundeswehr eingeladen wurden, habe mit aktuellen Bedrohungen zu tun,
sagte Thomas Plank, Vizepräsident der Bundespolizei. Denn bei
sicherheitsrelevanten Vorfällen an Flughäfen stelle sich inzwischen
oft die Frage: "Zufall, Unfall, Straftat oder hybride Bedrohung?" Es
dürfe nicht sein, dass eines Tages womöglich Störer mit einer
Drahtschere in den Sicherheitsbereich eines Flughafens eindringen,
etwa um Truppenbewegungen zu verhindern./abc/DP/nas
AXC0203 2026-03-18/14:40
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Autor: - dpa-AFX
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