| ROUNDUP: Heideldruck will im Geschäft mit Drohnenabwehr Fuß fassen - Kurssprung |
| 18.03.2026 16:29:00 |
Der Maschinenbauer Heidelberger
Druckmaschinen orientiert sich weiter in den
Verteidigungsbereich. Zusammen mit der US-amerikanisch-israelischen
Ondas Autonomous Systems soll ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet
werden. Dabei gehe es um den Aufbau eines Shops für den wachsenden
Markt autonomer Drohnenabwehrsysteme, teilte das Unternehmen am
Mittwoch in Heidelberg mit. Die im SDax notierte
Aktie legte deutlich zu.
Aufsichtsrat und Vorstand hätten dem Vorhaben zugestimmt, die
Gründung stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch
die Behörden. Heidelberger Druck will sich mit 49 Prozent an dem
Joint Venture beteiligen, der Rest liege beim Partner.
Die Ondas Autonomous Systems ist den Angaben zufolge eine Tochter
der Ondas Holding, einem Anbieter autonomer Verteidigungs- und
Sicherheitssysteme. Ondas' Produkte sollen über das
Gemeinschaftsunternehmen in Deutschland und in der Ukraine
vermarktet werden. Später soll der Vertrieb auf Europa ausgedehnt
werden. Zudem sollen die Produkte kurz- und mittelfristig
weiterentwickelt werden und dann die Montage lokal erfolgen. Auch
werde eine Fertigung im industriellen Maßstab auf Basis europäischer
Lieferketten angestrebt.
Für Heideldruck ist dies ein weiterer Schritt in den
Rüstungsbereich. Um neue Wachstumsfelder zu erschließen, hatte der
Konzern bereits im Sommer 2025 eine strategische Partnerschaft mit
Vincorion verkündet, die auf die gemeinsame
Entwicklung und Fertigung von Systemen im Verteidigungssektor
abzielt.
An der Börse hatte diese Ankündigung für eine Rally der
Heidelberger-Druck-Aktie gesorgt. Der Kurs der Aktie legte innerhalb
weniger Tage um rund drei Viertel auf etwas mehr als 2,80 Euro zu.
Doch die Euphorie über den Einstieg in das boomende Rüstungsgeschäft
ließ schnell wieder nach.
Der Kurs bröckelte in den Wochen und Monaten danach wieder ab und
fiel bis auf 1,30 Euro. Am Mittwoch zog der Kurs nach der
Ankündigung des geplanten Gemeinschaftsunternehmens im
Drohnenabwehr-Bereich zunächst um bis zu 13 Prozent an. Das Papier
konnte das zweistellige Plus aber nicht lange halten; zuletzt
verteuerte sich die Aktie um knapp acht Prozent auf 1,43 Euro.
Die Aktie des Maschinenbauers gilt als schwankungsanfällig - so fiel
der Kurs von mehr als 3 Euro Anfang 2022 bis auf weniger als einen
Euro im Jahr 2024. Mit einem Börsenwert von rund 440 Millionen Euro
gehört das Unternehmen im SDax zu denjenigen mit einer
vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung./tav/zb/jha/
ISIN DE0007314007 DE000VNC0014
AXC0248 2026-03-18/16:29
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Autor: - dpa-AFX
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