| Bayern: Warnstreik im Nahverkehr wird ausgeweitet |
| 19.03.2026 06:31:00 |
Die Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr gehen
weiter und werden ausgeweitet. Nachdem am Mittwoch München und
Dachau betroffen waren, will die Gewerkschaft Verdi den Arbeitskampf
am Donnerstag ausweiten. Neben den beiden bereits genannten Städten
sind Streikmaßnahmen in Augsburg, Regensburg, Bamberg, Bayreuth,
Fürth, Schwabach, Schweinfurt, Passau und Landshut geplant. Zudem
auch in Nürnberg - dort aber am Donnerstag noch ohne größere
Auswirkungen. In einigen Städten gehen die Ausstände auch am Freitag
und teilweise sogar am Samstag weiter.
Nachdem der Warnstreik in München erst um 11.00 Uhr begonnen hatte,
ist er am Donnerstag ganztägig. Wie üblich fahren S- und
Regionalbahnen, weil sie andere Betreiber haben. Zudem sind Busse in
ausgedünntem Takt unterwegs. Ob einzelne U-Bahnen und Trams fahren,
hängt von der Streikbeteiligung ab.
In Nürnberg ist der Streik am Donnerstag noch nicht zu spüren
In Nürnberg wird am Donnerstag laut der dortigen
Verkehrsgesellschaft zwar gestreikt, nicht aber beim Fahrpersonal,
weswegen dort erst am Freitag und Samstag Auswirkungen auf den
Nahverkehr erwartet werden. Die Stadtwerke planen einen
Ersatzfahrplan auf Basis der Nachtlinien. Für das Fußballspiel am
Samstag raten sie zur Nutzung der S-Bahn, die nicht betroffen ist.
Die Nachbarstädte Schwabach und Fürth werden Donnerstag und Freitag
bestreikt, dort sind Notfahrpläne beziehungsweise Notbetrieb
geplant.
In Augsburg wird am Donnerstag der städtische Nahverkehr ganztägig
bestreikt. Am Freitag sind dort den Stadtwerken zufolge nur die
Werkstätten betroffen, weswegen es zu einzelnen Ausfällen kommen
kann.
In Regensburg ist der Streik auf den Donnerstag beschränkt - hier
ist ein Notangebot auf Basis der Nachtlinien geplant. Ähnlich in
Bamberg, dort soll es von 6.00 bis 20.00 Uhr einen Notfahrplan auf
Basis der Linien 935, 936, 937 und 938 geben. In Bayreuth rechnen
die Stadtwerke damit, am Donnerstag die Hälfte des Angebots
aufrechterhalten zu können. In Landshut, wo ebenfalls nur am
Donnerstag gestreikt wird, erwarten die Stadtwerke, dass nur wenige
Busse im Netz im Einsatz sein werden. In Schweinfurt werden nach
Einschätzung der Stadtwerke zahlreiche Fahrten entfallen.
Drei Tage in Passau und Dachau
Besonders hart trifft es Passagiere in Passau. Sie müssen sich auf
gleich drei Streiktage einstellen. Von Donnerstagfrüh bis zum
Betriebsschluss am Samstagabend soll der Nahverkehr hier ruhen.
Sonntagfrüh werde alles wieder normal fahren, sagte ein
Gewerkschaftssprecher. Auch in Dachau gibt es den dortigen
Stadtwerken zufolge drei Streiktage, der erste war hier allerdings
bereits am Mittwoch.
Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Am
kommenden Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit
dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) an, bei den bisherigen drei
Gesprächen gab es keine Einigung.
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in
mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie
eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen
das als unbezahlbar zurück. Ihren Berechnungen zufolge würde eine
Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen
Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben./ruc/DP/zb
AXC0050 2026-03-19/06:31
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Autor: - dpa-AFX
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