| SBO - Gewinn 2025 auf 23,6 Mio. Euro halbiert / Umsatz sank um fast 19 Prozent auf 455 Mio. Euro - Dividende von 0,75 Euro vorgeschlagen - 2026 als Übergangsjahr erwartet |
| 19.03.2026 07:49:00 |
Der niederösterreichische Ölfeldausrüster
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) mit Sitz in Ternitz hat
im Geschäftsjahr 2025 einen massiven Rückgang bei Erlösen und
Profitabilität verzeichnet. Ein schwieriges Marktumfeld drückte das
Ergebnis nach Steuern von 45,3 auf 23,6 Mio. Euro. Der Vorstand
schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie
vor, nach 1,75 Euro im Vorjahr.
Der Umsatz des im ATX der Wiener Börse notierten Konzerns
schrumpfte im abgelaufenen Jahr um 18,8 Prozent auf 455,3 Mio. Euro
(2024: 560,4 Mio. Euro). Als Hauptgrund nannte SBO am Donnerstag die
reduzierte Investitionstätigkeit der Kunden. Diese sei durch ein
Überangebot am Ölmarkt, handelspolitische Unsicherheiten durch neue
Zölle und einen niedrigen Ölpreis ausgelöst worden. Das
Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich von 70,1 auf 38,5 Mio.
Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
ging von 101,9 auf 71,0 Mio. Euro zurück.
Auch Auftragseingänge rückläufig
Die Zurückhaltung der Kunden traf insbesondere die Division
Precision Technology (PT), während sich das Geschäft in der Sparte
Energy Equipment (EE) stabiler entwickelte. Der gesamte
Auftragseingang sank von 483,7 auf 406,3 Mio. Euro. Um der
Abhängigkeit von zyklischen Schwankungen im Öl- und Gassektor
entgegenzuwirken, treibt SBO die strategische Diversifizierung
voran. Dabei setzt das Unternehmen auf technologische Lösungen für
Geothermie sowie Helium- und Lithium-Projekte und hat mit der
Übernahme von 3T Additive Manufacturing seine Position im
3D-Metalldruck gestärkt.
Trotz des Ertragsrückgangs verweist SBO auf eine solide
Bilanzstruktur: Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 47,2
Prozent (2024: 50,0 Prozent), die liquiden Mittel beliefen sich auf
281,5 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
weltweit ging leicht von 1.596 auf 1.539 zurück.
Ausblick für 2026
Für das Jahr 2026 erwartet das Management weiterhin ein
schwieriges Marktumfeld aufgrund volatiler Ölpreise und der Kriege
im Nahen Osten. Mehrere große Kunden würden 2026 als "Übergangsjahr"
sehen, deshalb erwarte man im ersten Halbjahr in der PT-Sparte
(Precision Technology) noch ein verhaltenes Umsatzniveau. In der
EE-Division (Energy Equipment) sieht SBO hingegen Wachstumschancen
durch eine fortschreitende Internationalisierung, unterstützt durch
lokale Fertigungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und den
USA.
ivn/bel
ISIN AT0000946652
WEB http://www.sbo.co.at
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Autor: - APA/ivn/bel
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