| Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit klaren Abgaben erwartet / Ölpreis und Wall Street belasten - Lenzing und SBO mit Zahlen |
| 19.03.2026 08:30:00 |
Nach der positiven ersten Wochenhälfte deutet sich
am Wiener Aktienmarkt am Donnerstag wieder ein Rückschlag an. Vor
der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) schlugen
steigende Ölpreise und schwache Übersee-Vorgaben den Anlegern aufs
Gemüt. Bankenindikationen sahen den ATX rund 50 Minuten vor
Sitzungsauftakt 1,9 Prozent tiefer bei 5.322 Punkten. Ähnlich
schwach wird das europäische Umfeld erwartet.
Druck kommt erneut vom Ölpreis, dessen Anstieg Konjunktur- und
Inflationssorgen schürt. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der
Nordseesorte Brent wieder rund 115 Dollar und damit rund sieben
Prozent mehr als am Vortag. Der bisherige Höchststand im Zuge des
Iran-Kriegs hatte am Montag der Vorwoche mit fast 120 Dollar auf dem
höchsten Stand seit 2022 gelegen. Mittlerweile stiegen auch die
Kontrakte für Lieferungen im Juni und Juli über 100 Dollar, was
zeigt, dass die Marktakteure auch verstärkt Lieferengpässe in den
kommenden Monaten einpreisen.
Ein iranischer Offizieller sprach in der Nacht auf X von einer
neuen Eskalationsstufe. Damit reagiert das Regime auf zunehmende
Angriffe auf seine Energieinfrastruktur. Der Iran sieht seinerseits
Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen
Emiraten und Katar als legitime Ziele.
Am Vorabend hatten die wichtigsten US-Indizes ihre Verluste nach
dem europäischen Handelsende massiv ausgeweitet. Die US-Notenbank
Fed ließ in dem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre
Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert. Ein Commerzbank-Experte
sprach von einem "falkenhaften Festhalten" am aktuellen Zins.
Geldpolitisch setzen die sogenannten "Falken" restriktiv primär auf
die Bekämpfung von Inflation durch steigende Zinsen.
Am Berichtstag folgen nun die Notenbanken der Eurozone,
Großbritanniens und der Schweiz mit ihren geldpolitischen
Entscheidungen, wobei auch hier keine Zinsanpassungen erwartet
werden. Kernfrage bleibt, ob energiepreisbedingte Inflationsanstiege
als vorübergehend angesehen werden können.
Mit Blick auf die Wiener Einzelwerte legten SBO und Lenzing
Jahresergebnisse vor. SBO hat im Geschäftsjahr 2025 einen massiven
Rückgang bei Erlösen und Profitabilität verzeichnet und strich seine
Dividende zusammen. Der Ölfeldausrüster verzeichnete zudem einen
rückläufigen Auftragseingang.
Lenzing verbuchte im abgelaufenen Jahr einen Anstieg beim
operativen Gewinn, unterm Strich blieb aber ein Verlust von 135,2
Millionen Euro. Zudem gab der Umsatz des Faserherstellers leicht
nach.
Von Analystenseite stufte das US-Analysehaus Jefferies die Aktien
der OMV von "Buy" auf "Hol"d ab. Das Kursziel legten die Experten
bei 62 Euro fest.
Am Mittwoch hatte der ATX um 1,54 Prozent höher bei 5.425,40
Punkten geschlossen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:
Semperit +23,87% 14,84 Euro
BAWAG +6,12% 128,30 Euro
AMAG +4,46% 28,10 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:
FACC -2,64% 14,76 Euro
Lenzing -1,36% 21,70 Euro
Immofinanz -1,27% 15,60 Euro
spa/ste
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Autor: - APA/spa/ste
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| S & P 500 (EOD) | 6.506,48 | -100,01 | -1,51% |
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| Yen/US$ | 0,0063 | -0,00 | -0,82% |
| CHF/US$ | 1,2690 | 0,00 | 0,12% |
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