| Bericht: Fehlender Wasserzugang trifft Frauen härter |
| 19.03.2026 09:18:00 |
Frauen und Mädchen leiden einem Bericht zufolge
stärker unter fehlendem sicherem Wasserzugang. Insgesamt 2,1
Milliarden Menschen haben laut Vereinten Nationen keinen sicheren
Zugang zu Trinkwasser. Zumeist liege die Verantwortung, Wasser zu
holen, dann bei den Frauen, heißt es im
Weltwasserentwicklungsbericht der UN. In ländlichen Gegenden seien
sie in 70 Prozent der Haushalte ohne Anschluss fürs Wasserholen
zuständig.
Das Wasserholen trifft Frauen und Mädchen dabei doppelt. Zum einen
setzt es sie physischer Belastung und dem Risiko, beim Wasserholen
sexuell belästigt zu werden, aus. Zum anderen nimmt es Zeit, die
sonst zum Lernen, Lohnarbeiten oder für Freizeit genutzt werden
könnte. Dem Bericht zufolge verbringen Frauen und Mädchen weltweit
zusammengerechnet 250 Millionen Stunden am Tag damit, Wasser zu
holen.
Auch unzureichende Sanitäranlagen treffen Mädchen und Frauen
stärker. Fehlen Wasser und Toiletten, bleiben Mädchen während ihrer
Periode oft zu Hause anstatt zur Schule zu gehen, heißt es in dem
Bericht. Demnach verpassten zwischen 2016 und 2022 mehr als zehn
Millionen Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren in 41 Ländern
Schule, Arbeit oder soziale Aktivitäten während ihrer Periode. Ein
sicherer Wasserzugang in oder bei schulischen Sanitäranlagen sei
daher wichtig, um Mädchen den Schulbesuch zu ermöglichen.
Die UN mahnt an, dass Frauen zwar häufiger Verantwortung für
Trinkwasser tragen, aber deutlich seltener als Männer an
Entscheidungen um Wasser beteiligt sind. Auch weil der Zugang zu
Wasser oft an Landrechte geknüpft sei und Männer häufig über mehr
Land verfügten, seien Frauen beim Wasserzugang teils allein schon
strukturell im Nachteil./rbo/DP/stk
AXC0153 2026-03-19/09:18
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Autor: - dpa-AFX
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