| ROUNDUP/Aktien New York: Weitere Verluste - Ölpreisschub schürt Inflationsangst |
| 19.03.2026 15:48:00 |
An den New Yorker Aktienmärkten gibt es am
Donnerstag aus Angst vor einer weiteren Eskalation an den Öl- und
Gasmärkten erneut Verluste. Deutlich steigende Preise im Zuge des
Iran-Kriegs verstärkten die Ängste der Anleger vor einer höheren
Inflation und einer Beeinträchtigung der Wirtschaft.
Die Verluste in New York waren jedoch etwas geringer als in Europa
und Asien, wo die Wirtschaft stärker von Öl- und Gasimporten
abhängig ist. Während der europäische EuroStoxx etwa zwei Prozent
verlor, büßte der US-Leitindex Dow Jones Industrial
am Ende der ersten Handelsstunde 0,8 Prozent ein auf 45.874 Punkte.
Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,6 Prozent auf 6.588
Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging
es um 0,6 Prozent auf 24.280 Zähler bergab.
Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem
iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer
beschädigt worden. Deshalb und wegen der Androhung von Vergeltung
durch US-Präsident Donald Trump wächst die Sorge vor einer
Ausweitung des Krieges auf die Öl- und Gasinfrastruktur. Das
US-Militär werde das auch vom Iran ausgebeutete Gasfeld "South Pars"
massiv attackieren, sollte der Iran weiter Katars Gasindustrie
angreifen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
"Die zunehmenden Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Nahen
Osten erhöhen das Risiko nachhaltiger Auswirkungen auf die globale
Öl- und Gasversorgung", sagte Wolf von Rotberg, Aktienstratege bei
der Bank J. Safra Sarasin. Der Preis für ein Fass der
Nordsee-Ölsorte Brent näherte sich am Donnerstag zeitweise wieder
der 120-Dollar-Marke. Er entwickelt sich damit bedenklicher als der
Preis der US-Sorte WTI.
Die Aktien von Micron Technology zollten nach Zahlen
ihrem starken Lauf in diesem Jahr Tribut mit einem Rückschlag, der
allerdings schnell von fast neun Prozent auf 1,5 Prozent schrumpfte.
Der Speicherchip-Spezialist hatte überraschend gute Zahlen und
Geschäftsziele vorgelegt. Wie zuletzt schon in anderen Fällen
schmeckten den Anlegern hohe Ausgaben für den Ausbau der Produktion
nicht.
Bei den in New York gelisteten Anteilsscheinen von Alibaba
mussten die Anleger einen Kursrückgang um 6,5 Prozent
verkraften. Der chinesische Technologieriese, dessen Titel auch in
New York gelistet sind, kam im vergangenen Quartal auf einen
enttäuschend geringen Umsatzanstieg. Der Nettogewinn brach außerdem
um gut zwei Drittel ein.
Bergbau- und Metallaktien litten unter sinkenden Metallpreisen. Weil
die Hoffnung auf sinkende Zinsen schwindet, fielen die Gold- und
Silberpreise deutlich. Dieser Tendenz schlossen sich auch
Industrierohstoffe wie etwa Kupfer an. Aktien von Freeport-McMoran
und Newmont Mining büßten bis zu neun
Prozent ein. Beim Aluminiumkonzern Alcoa betrug der
Abschlag mehr als zwölf Prozent.
Eine positive Ausnahme waren die Aktien von Align Technology
. Sie zogen um 3,4 Prozent an nach einem Bericht,
wonach der aktivistische Investor Elliott eine bedeutende
Beteiligung an dem Dentaltechnikunternehmen aufgebaut haben soll.
Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf
Kreise./tih/jha/
ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072
AXC0326 2026-03-19/15:48
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Autor: - dpa-AFX
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