| ROUNDUP: Warnstreiks im bayrischen Nahverkehr gehen vielerorts weiter |
| 20.03.2026 06:35:00 |
Die Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr gehen
in den dritten Tag. In mehreren Kommunen, darunter Nürnberg, ruft
die Gewerkschaft Verdi im laufenden Tarifkonflikt zum Ausstand auf.
U-Bahnen, Busse und Trams sollen stehenbleiben. Wie üblich fahren S-
und Regionalbahnen, weil sie andere Betreiber haben.
In anderen Städten wie München lief der Warnstreik dagegen mit
Betriebsschluss in der Nacht aus. In der Landeshauptstadt hieß es
vom Betreiber MVG im Netz: "Warnstreik beendet".
Ersatzfahrplan mit Bussen in Franken-Metropole
In Nürnberg gibt es dagegen am dort ersten kompletten Streiktag
deutlich spürbare Auswirkungen. Der Ausstand soll dort bis Samstag
gehen. Die Stadtwerke bieten einen Ersatzfahrplan auf Basis der
Nachtlinien. Für das Fußballspiel des FCN am Samstag raten sie zur
Nutzung der S-Bahn.
Die Nachbarstädte Schwabach und Fürth werden den zweiten Tag in
Folge bestreikt. Dort gelten Notfahrpläne und ein Notbetrieb ist
vorgesehen.
In Augsburg war der stärkste Teil des Streiks bereits am Tag zuvor,
hier sind lediglich noch die Werkstätten betroffen. Deswegen kann es
den Stadtwerken zufolge noch zu einzelnen Ausfällen kommen.
Bis Sonntag in Bayreuth
In Passau geht der Warnstreik bereits in den zweiten Tag und soll
bis zum Betriebsschluss am Samstagabend anhalten. Sonntagfrüh werde
alles wieder normal fahren, sagte ein Gewerkschaftssprecher.
In Dachau steht der dritte und letzte Tag des Streiks bei den
dortigen Stadtbussen an.
Am längsten sollen sich die Warnstreiks in Bayreuth ziehen -
allerdings mit einer Unterbrechung. Nach einem ganztägigen
Warnstreik am Donnerstag soll es dort am Freitag erst gegen 14.00
Uhr wieder zum Ausstand kommen, um Schüler und Pendler nicht so
stark zu treffen. Bis etwa 13.20 Uhr sollten alle Fahrten angeboten
werden, hieß es auf der Webseite der Stadtwerke. Dafür endet der
Warnstreik dort erst am Sonntag um 14.00 Uhr.
Darum geht es im Arbeitskampf
Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Am
Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem
Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) an. Bei den bisherigen drei
Gesprächen gab es keine Einigung.
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in
mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie
eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen
das als unbezahlbar zurück. Ihren Berechnungen zufolge würde eine
Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen
Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben./ruc/fd/DP/zb
AXC0043 2026-03-20/06:35
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Autor: - dpa-AFX
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