| Wiener Börse (Eröffnung) - ATX um ein Prozent erholt / Vage Hoffnungen auf näher rückendes Ende im Irankrieg - Banken, Industriewerte erholt, OMV gibt dagegen weiter nach |
| 20.03.2026 09:55:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Einzelwerte ergänzt.
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Vage Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende im Nahen
Osten haben den Wiener Aktienmarkt vor dem Wochenende noch einmal
Auftrieb gegeben. Der ATX stieg am Freitag im frühen Handel um 0,97
Prozent auf 5.314,27 Punkte. In gleicher Höhe fällt auch der
Wochengewinn aus, trotz des satten Vortagesverlusts von drei
Prozent. Für den ATX Prime ging es um 0,94 Prozent auf 2.638,75
Zähler hinauf. Auch das europäische Umfeld erholte sich deutlich.
Zur Entspannung tragen Aussagen des israelischen
Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei, die Hoffnung auf ein nun
doch rascheres Kriegsende als befürchtet machen. Netanyahu hatte
laut "Times of Israel" gesagt: "Der Iran ist schwächer denn je." Das
Land könne kein Uran mehr anreichern und auch keine ballistischen
Raketen mehr herstellen. Die Angriffe auf die Islamische Republik
würden dennoch weitergehen, "so lange dies notwendig ist".
Zudem hat sich die Lage am Energiemarkt zuletzt etwas
stabilisiert. Entwarnung ist jedoch nicht angebracht, zumal
Investoren dem zuletzt verstärkt zu beobachtenden Muster folgen
könnten und vor dem Wochenende Risiken reduzieren, um sich gegen
mögliche negative Entwicklungen abzusichern. Für zusätzliche
Schwankungen könnte zudem der große Verfalltag sorgen. An diesem
Freitag laufen an den Terminbörsen Futures und Optionen auf Aktien
und Aktienindizes aus.
Unterstützung erhielt der ATX von den schwer gewichteten
Bankwerten. BAWAG und Erste Group erholten sich jeweils um gut zwei
Prozent. Die Industriewerte Wienerberger und voestalpine, die seit
Kriegsbeginn im Nahen Osten besonders stark unter die Räder gekommen
waren, tendierten 1,4 respektive 2,6 Prozent fester. Größte Gewinner
im Leitindex waren aber die Lenzing-Aktien mit plus 7,3 Prozent. Die
Titel hatten am Donnerstag im Zuge schlecht aufgenommener
Jahreszahlen einen mehrjährigen Tiefststand erreicht.
Für OMV-Titel ging es dagegen weitere 2,3 Prozent hinab. Bereits
am Donnerstag war die Nachricht über den auf 2027 verschobenen
Börsengang der Borouge Group International (BGI), dem
Chemie-Joint-Venture mit der ADNOC, negativ aufgenommen worden. Im
Zuge der Entscheidung war auch die geplante Ausschüttung der BGI an
die OMV gekürzt worden - was wiederum einen negativen Effekt auf die
Dividende der OMV für 2026 haben wird. Zudem nähre der Aufschub
bestehende Sorgen der Investoren über die Verschuldung der BGI, hieß
es von Analystenseite.
Unter den wenigen Verlierern im prime-Segment waren die Titel der
Palfinger, die 1,6 Prozent auf 33,55 Euro einbüßten.
Berenberg-Analyst Lasse Stueben bestätigte zwar seine
Kaufempfehlung, schraubte aber das Kursziel von 45,00 auf 42,00 Euro
zurück. Er sieht den Kranhersteller weiter als Profiteur staatlicher
Infrastrukturausgaben, wurde aber wegen des enttäuschenden
Auftragseingangs vorsichtiger mit Blick auf die Margenentwicklung.
spa/rst
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Autor: - APA/spa/rst
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