| AKTIE IM FOKUS: KI-Chip-Schmuggelvorwurf torpediert Aktie von Supermicro |
| 20.03.2026 18:14:00 |
Aktien des Computer-Herstellers Supermicro
haben an einem Tag mehr als ein Viertel ihres Werts verloren - zuvor
hatten US-Ermittler mehrere Mitarbeiter beschuldigt, KI-Chipsysteme
von Nvidia nach China geschmuggelt zu haben. Den
Vorwürfen zufolge wurden Server von Supermicro im Milliardenwert
zunächst in ein Land in Südostasien geliefert und von da heimlich
nach China. Dabei seien Unterlagen gefälscht worden, um das nicht
namentlich genannte Unternehmen in Südostasien als Empfänger der
Technik darzustellen.
Die US-Regierung hatte die Lieferung der KI-Chips von Nvidia nach
China stark eingeschränkt, um die Entwicklung Künstlicher
Intelligenz in dem Land zu bremsen. Es war bereits bekannt, dass die
Systeme teilweise auf Umwegen trotzdem nach China gelangten.
Umkleben mit Haartrockner
Die Aktion war demnach mit einigem Aufwand verbunden: Für den Fall
von Kontrollen wurden in Südostasien in der Originalverpackung
täuschend ähnliche, aber nicht funktionierende Server-Attrappen
gelagert. Dabei seien Sticker mit Seriennummern mit Hilfe von
Haartrocknern von den echten Supermicro-Servern entfernt und auf die
Attrappen aufgeklebt worden. Das alles wurde von Überwachungskameras
in einer Lagerhalle aufgenommen, die New Yorker Staatsanwaltschaft
veröffentlichte Fotos.
Supermicro: Nur einzelne Mitarbeiter
Supermicro betonte in einer Stellungnahme, dass es keine Vorwürfe
gegen das Unternehmen gebe, sondern nur gegen einzelne Mitarbeiter.
Einer der Beschuldigten ist ein 71-jähriger Mitgründer von
Supermicro, der auch im Verwaltungsrat der Firma saß.
Nach Einschätzung von Branchenanalysten könnten Konkurrenten wie
Dell von den Ermittlungen gegen die
Supermicro-Mitarbeiter profitieren. Die Supermicro-Aktie fiel im
US-Handel zeitweise um rund 29 Prozent./so/DP/stk
ISIN US67066G1040 US24703L2025 US86800U3023
AXC0228 2026-03-20/18:14
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Autor: - dpa-AFX
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