| AKTIEN IM FOKUS: Heidelberg Materials deutlich erholt - Emissionshandel im Blick |
| 20.03.2026 19:00:00 |
Die Aktien aus dem europäischen Bausektor
haben am Freitag nach dem jüngsten Kursverfall der Branchenwerte
teilweise relative Stärke gezeigt. Vor allem die Titel von
Heidelberg Materials fielen mit einem Anstieg um mehr
als drei Prozent positiv auf. Sie erholten sich wegen Spekulationen
über eine nur milde Anpassung des Emissionshandelssystem ETS.
Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Construction & Materials
konnte sich zwar nicht nachhaltig dem sehr schwachen
Marktumfeld entziehen, das im Tagesverlauf zunehmend vom anhaltenden
Iran-Krieg belastet wurde. Am Ende war das Minus mit 0,6 Prozent
aber vergleichsweise niedrig. Der Teilindex stand so in der
Branchentabelle noch am besten da.
Die bessere Position der Baustoffbranche wurde wie bei Heidelberg
Materials auf Erleichterung im Hinblick auf das europäische
Emissionshandelssystem ETS zurückgeführt. Im Nachgang eines
Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs wies Analyst
Ephrem Ravi von der Citigroup darauf hin, dass sich eher eine
Feinabstimmung als eine grundlegende Systemänderung abzeichne. Damit
würde ein Preisrisiko für Zement beseitigt.
Aktien wie Heidelberg Materials hatten zuletzt schwer unter der
Sorge gelitten, dass der Emissionshandel deutlich abgeschwächt
werden könnte, um Unternehmen im internationalen Wettbewerb von den
Abgaben dafür zu entlasten. Der Konzern hatte vorher als Profiteur
der stärkeren Klimaschutzmaßnahmen gegolten, da er eine
branchenführende Position bei der Dekarbonisierung und Abscheidung
von CO2-Emissionen im Produktionsprozess innehat.
Die Aktien von Heidelberg Materials hatten bereits am Mittwoch nach
einer Analystenstudie einen Erholungsversuch gewagt. Die jüngsten
Sorgen der Anleger um die Änderung des europäischen Emissionshandels
hatte Morgan-Stanley-Analystin Cedar Ekblom als bloßen "Lärm" und
die Bewertung der Aktien als attraktiv bezeichnet.
Am Gesamtmarkt wich jede Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende am
Freitag wieder der Realität, da neue Angriffe des Irans auf Öl- und
Gasinfrastrukturen der Golfstaaten weiter die Angst der Anleger
erhöhten. Verstärkt wurde die Anspannung von einem Bericht im "Wall
Street Journal", wonach das US-Verteidigungsministerium drei
Kriegsschiffe und Tausende weiterer Marines entsenden
soll./tih/la/stk
ISIN CH0012214059 DE0006047004 EU0009658889
AXC0237 2026-03-20/19:00
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Autor: - dpa-AFX
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