| 1&1-Chef Dommermuth schließt Verkauf an Telefonica aus |
| 21.03.2026 01:35:00 |
Ralph Dommermuth hat Spekulationen über einen
Verkauf des vierten deutschen Mobilfunknetzes 1&1
eine klare Absage erteilt. ?An den Gerüchten ist nichts dran, es
gibt keinen Dialog mit Telefonica ", sagte der Gründer
und Chef von United Internet und 1&1 in einem
Interview mit "Welt am Sonntag". Einen Verkauf plane er nicht: "Mein
Team und ich kämpfen seit vielen Jahren hart. Wir gehen einen
steinigen Weg. Das machen wir nicht, um mittendrin die Schlüssel
abzugeben.
Mit 1&1 baut Dommermuth derzeit in Deutschland neben der Deutschen
Telekom , Vodafone und Telefónica O2
das vierte Mobilfunknetz auf. Im Markt war zuletzt darüber
spekuliert worden, Dommermuth könnte das milliardenschwere
Netzbauprojekt lieber veräußern, als es weiterzuführen. Offen zeigt
sich der Unternehmer hingegen für Kooperationen, etwa bei der
gemeinsamen Nutzung von Funktürmen im ländlichen Raum - ein Modell,
das in anderen europäischen Ländern bereits verbreitet ist. 1&1
versorgte Ende 2025 nach eigenen Angaben 27 Prozent der Haushalte in
Deutschland mit seinem Netz und übertraf damit das von der
Bundesnetzagentur vorgegebene Ziel von 25 Prozent. Bis Ende 2026
soll die Abdeckung auf 35 Prozent steigen.
Derzeit liefert sich Dommermuth einen Rechtsstreit mit der
Bundesnetzagentur. Die Behörde hatte Ende 2025 auslaufende
Low-Band-Frequenzen nur an die drei etablierten Netzbetreiber
Telekom, Vodafone und Telefónica verlängert - ohne 1&1 zu
berücksichtigen. "Die Verlängerung war aus meiner Sicht
rechtswidrig", so Dommermuth. Diese Frequenzen seien für die
Gebäudeversorgung besonders wichtig. Trotz aller Widerstände zog
Dommermuth eine positive Zwischenbilanz: Der Einstieg eines vierten
Netzbetreibers habe den Wettbewerb belebt und zu deutlich
günstigeren Tarifen für Verbraucher geführt./nas/stk
ISIN DE0005545503 ES0178430E18 DE0005557508 GB00BH4HKS39 DE0005089031
AXC0003 2026-03-21/01:35
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Autor: - dpa-AFX
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