| BASF-Chef: China-Investition lohnt sich später als geplant |
| 21.03.2026 06:05:00 |
Wenige Tage vor der Eröffnung eines neuen
Chemiewerks in China räumt BASF-Chef Markus Kamieth
ein, dass sich diese Milliardeninvestition für den Konzern später
als geplant lohnen wird. "Wir starten in einem überversorgten Markt,
in dem die Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau
liegen", sagte Kamieth der "Frankfurter Allgemeinen
Sonntagszeitung". "Die Profitabilität wird in den ersten Jahren
daher deutlich unter dem sein, was wir uns ursprünglich vorgestellt
hatten."
Grundsätzlich verteidigte Kamieth die Entscheidung für den Bau des
neuen Werks. Daran änderten nicht einmal geopolitische Risiken wie
die Gefahr eines Kriegs um Taiwan etwas. "Wenn wir aufhören, in
China zu investieren, ziehen wir uns aus der Hälfte des Weltmarkts
zurück. Dieses Szenario ist für mich deutlich risikoreicher als eine
Investition in China", sagte der BASF-Chef. Zu den Folgen des
Irankriegs und der Blockade der Straße von Hormus für BASF sagte
Kamieth: "Aktuell sind die Auswirkungen noch überschaubar. Die
Straße von Hormus stellt für uns derzeit keinen unmittelbaren
Engpass für Rohstoffe oder den weltweiten Produktvertrieb dar."
Der neue Standort in Zhanjiang im Süden Chinas, der am kommenden
Donnerstag eröffnet werden soll, hat nach Auskunft von BASF rund 8,7
Milliarden Euro gekostet. Es handelt sich um die größte einzelne
Investition in der Geschichte des Unternehmens. Gleichwohl
investiert der Konzern Kamieth zufolge nirgendwo so viel Geld wie am
Stammwerk in Ludwigshafen. Das bleibe auch in Zukunft so. Der neue
Standort sei zudem nicht dazu da, jüngst stillgelegte Anlagen in
Ludwigshafen zu ersetzen. "Wir verlagern nichts nach China", sagte
Kamieth./nas/stk
ISIN DE000BASF111
AXC0005 2026-03-21/06:05
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Autor: - dpa-AFX
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