| Selenskyj fordert Beschlagnahmung von russischem Erdöl |
| 22.03.2026 08:00:00 |
Vor dem Hintergrund eines von Frankreich
aufgebrachten Tankers der russischen "Schattenflotte" hat der
ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Beschlagnahmung von
russischen Erdöllieferungen gefordert. "Solange der Krieg andauert,
solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der
Druck auf den Aggressor anhalten", sagte Selenskyj in einer
Videobotschaft. Kiew arbeitet demnach mit europäischen Ländern
daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das
Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten.
Fortsetzung der Gespräche mit US-Amerikanern am Sonntag
Überdies haben ukrainische Unterhändler in den USA mit US-Vertretern
zu einer Beendigung des Krieges in der Ukraine Gespräche geführt.
"Wichtig für uns alle in der Welt ist, dass die Diplomatie
fortgesetzt wird und wir versuchen diesen Krieg zu beenden - den
Krieg Russlands gegen die Ukraine", sagte Selenskyj. Wichtig sei zu
verstehen, inwieweit die russische Seite zu einem "realen Ende des
Krieges" bereits sei. Die Gespräche werden demzufolge am Sonntag
fortgesetzt. Danach werde es einen detaillierten Bericht geben.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bestätigte bei X, dass
Unterredungen in Florida stattgefunden haben. Er bezeichnete die
Treffen als "konstruktiv". Ihm zufolge waren auch der Schwiegersohn
von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, Regierungsberater Josh
Gruenbaum und der Berater im US-Außenministerium Chris Curran
beteiligt.
Bereits vorher war bekanntgeworden, dass die ukrainische Gruppe vom
Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, geleitet
wird. Ihr gehören auch Selenskyjs Kanzleichef, Kyrylo Budanow, der
Fraktionschef der Präsidentenpartei im Parlament, David Arachamija,
und Vizeaußenminister Serhij Kyslyzja an. Russische Vertreter wurden
demnach nicht einbezogen.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher
Hilfe gegen eine russische Invasion. Washington drängt Moskau und
Kiew seit längerem zu einem Ende des Konflikts auf diplomatischem
Wege./ast/DP/nas
AXC0013 2026-03-22/08:00
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Autor: - dpa-AFX
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