| Iran-Krieg: EU-Länder sollen Füllziel für Gasspeicher senken |
| 22.03.2026 08:04:00 |
Wegen der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die
Energiepreise hat die Europäische Kommission Deutschland und die
anderen EU-Staaten zur Senkung des Füllziels für ihre Gasspeicher
aufgefordert. Der Schritt könne dazu beitragen, die Gasnachfrage in
Zeiten angespannter Versorgung zu senken und den Druck auf die
Preise zu mindern, schrieb der zuständige EU-Kommissar Dan Jørgensen
in einem Brief an die Mitgliedstaaten. In Erwägung gezogen werden
sollte eine Senkung des Füllziels von normalerweise 90 auf 80
Prozent.
Zur Lage im Nahen Osten schrieb Jørgensen, die Angriffe auf
Energieinfrastruktur wirkten sich erheblich auf die globalen Öl- und
Gasmärkte aus. Jüngste Entwicklungen deuteten darauf hin, dass es
länger dauern könnte, bis die Flüssigerdgas-Produktion Katars wieder
das vor der Krise bekannte Niveau erreicht.
Jørgensen: EU ist besser vorbereitet als 2022
Die Versorgungssicherheit in der Europäischen Union beschrieb
Jørgensen dennoch als derzeit vergleichsweise wenig gefährdet. Grund
seien die begrenzte Abhängigkeit von Importen aus der Konfliktregion
und LNG-Lieferungen, die die Straße von Hormus schon vor dem
Kriegsausbruch durchquert hatten, heißt es in dem Schreiben, das der
Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Insgesamt sei man auch wegen
koordinierter Diversifizierungsanstrengungen und des beschleunigten
Ausbaus heimischer Energiequellen deutlich besser auf Krisen
vorbereitet als noch 2022. Damals war es nach dem Beginn des
russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu Versorgungsengpässen
und massiven Preisanstiegen gekommen.
Um einer Wiederholung der Situation vorzubeugen und eine
ausreichende Versorgung der Haushalte und Unternehmen während des
Winters zu gewährleisten, wurden dann verbindliche Füllziele für
Gasspeicher eingeführt./aha/DP/nas
AXC0016 2026-03-22/08:04
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Autor: - dpa-AFX
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