| Deutsche Börse-News: "Ende der Kampfhandlungen entscheidend" (Wochenausblick) |
| 23.03.2026 10:03:00 |
Der ?-lpreis steigt erneut, (fast)
alles andere fällt: die Kurse von Aktien, Anleihen - und sogar von
Gold und Silber. Die "sicheren Häfen" fallen aus.
23. März 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Die Hoffnung auf ein
schnelles Ende des Iran-Kriegs schwinden. "Das Mullah-Regime in
Teheran scheint in seinem Überlebenskampf zu allem bereit, während
das Weiße Haus dessen Widerstand unterschätzt hatte und offenbar
über keinen Plan B verfügt", stellt Berndt Fernow von der LBBW fest.
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Der Konflikt hat sich zuletzt verschärft: US-Präsident Trump hat
Iran in der Nacht zum Sonntag mit der Zerstörung seiner
Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48
Stunden die Straße von Hormus freigeben. Der Iran drohte daraufhin
mit einer vollständigen Schließung der so wichtigen Meerenge. "Eine
Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist das eine, die Reparatur
zerstörter Förderanlagen, Terminals und Raffinerien das andere",
erklärt Fernow. Die Finanzmärkte erwarteten daher einen spürbaren
Anstieg der Inflation.
Goldpreis nähert sich 4.000 Dollar-Marke
Das Barrel Brent kostet am Montagmorgen 114 US-Dollar, vor
Kriegsausbruch waren es um 70 US-Dollar. Aktien verlieren weiter:
Der DAX (DE0008469008) ist am Montagmorgen unter 22.000 Punkte
gerutscht nach 22.380 Zählern am Freitag zu Handelsschluss. Auch für
den Stoxx Europe 600 (EU0009658202) geht es weiter nach unten. Die
US-Märkte hatten am Freitag erneut mit Verlusten geschlossen.
Auffällig ist die Entwicklung der Edelmetalle: Die Feinunze Gold
(XC0009655157) kostet jetzt nur noch 4.200 US-Dollar. Im Allzeithoch
im Januar waren es noch 5.570 US-Dollar. Der Silberpreis
(XC0009653103) hat sich mit aktuell 62 US-Dollar gegenüber dem
Rekordhoch von fast 122 US-Dollar halbiert. Der starke US-Dollar und
die Erwartung steigender Leitzinsen machen die Edelmetalle
unattraktiver. Der Bitcoin hat seine jüngste Erholung nicht
fortgesetzt und ist wieder unter 68.000 US-Dollar gerutscht,
ebenfalls fast eine Halbierung gegenüber dem Rekordstand.
"Noch könnte Weltkonjunktur mit blauem Auge davonkommen"
"Je länger die Auseinandersetzungen andauern und je länger der
?-lpreis auf einem deutlich erhöhten Niveau verharren wird, desto
stärker fallen die realwirtschaftlichen Bremswirkungen aus", bemerkt
Markus Reinwand von der Helaba. Neben Preiseffekten könne es zu
Unterbrechungen der Lieferketten kommen. Der Global Supply Chain
Pressure Index zeige derzeit aber noch keine Auffälligkeiten. Auch
die Ausschläge bei den als Frühindikator dienenden
Schifffahrtsaktien seien bislang überschaubar. "Noch ist es also
möglich, dass die Weltkonjunktur mit einem blauen Auge davonkommt."
Mit den jüngsten Korrekturen hätten die Märkte zwar ein
realistischeres Szenario eingepreist. Viel Spielraum für positive
Überraschungen hat sich nach Einschätzung von Reinwand bislang
allerdings noch nicht aufgebaut. "Gegenwärtig besteht noch keine
wirklich attraktive Einstiegsgelegenheit."
Unterstützungszonen unterschritten
"Die Zeiten sind so unruhig wie seit langem nicht mehr", kommentiert
Charttechniker Christoph Geyer. Der DAX habe die seit Monaten
bestehende Unterstützungszone zuletzt dynamisch unterschritten. Die
nun erreichte weitere Unterstützung sei nicht besonders tragfähig.
"Eine nachhaltige Verbesserung der Lage ist nur mit einem Ende der
Kampfhandlungen zu erwarten."
Was die Berichtssaison angeht, legen diese Woche Unternehmen aus der
zweiten und dritten Reihe ihre Zahlen für das Schlussquartal 2025
vor, unter anderem Salzgitter, Drägerwerk, Jenoptik, Hornbach, CTS
Eventim und Cewe.
Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten
Montag, 23. März
Neuzusammensetzung der DAX-Indizes treten in Kraft. Die am 5. März
bekannt gegebenen Indexzusammensetzungen sind ab heute wirksam. In
den MDAX steigen Deutz, Salzgitter und Jenoptik auf. TeamViewer,
Fielmann und Carl Zeiss Meditec verlassen den Index. Die drei
Letzteren sind nun Mitglied im SDAX. Außerdem kommt init innovation
in traffic systems dazu. Den SDAX verlassen Deutz, Salzgitter und
Jenoptik und außerdem PSI Software.
Dienstag, 24. März
10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex März. Die
Stimmungsindikatoren werden nach Einschätzung der DekaBank vom Krieg
im Nahen Osten dominiert. Es sei mit breitbasierten Rückgängen zu
rechnen.
Mittwoch, 25. März
10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex März. Angesichts des
Iran-Kriegs und der kräftig gestiegenen Energiepreise sei alles
andere als ein deutlicher Rückgang des ifo-Geschäftsklimas und hier
insbesondere der Geschäftserwartungen eine große Überraschung, meint
die Commerzbank.
Donnerstag, 26. März
8.00 Uhr. Deutschland: GfK Konsumklima März. Die Stimmung der
Konsumenten wird der DekaBank zufolge durch die Entwicklungen im
Nahen Osten geprägt sein. Als Reaktion auf zunehmende ?"ngste vor
Kaufkraftverlusten werde das GfK Konsumklima für Deutschland wohl
sinken.
Samstag, 28. März Börsentag in München Kostenlose Anmeldung und
Programm auf anlegertag-muenchen.de.
Von Anna-Maria Borse, 23. März 2026, © Deutsche Börse AG
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG
verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und
Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
AXC0092 2026-03-23/10:03
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Autor: - DEUTSCHE-BOERSE AG
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| SMI | 13.113,43 | 323,08 | 2,53% |
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| CHF/US$ | 1,2640 | 0,00 | 0,04% |
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| baha Brent Indication | 96,41 | -11,23 | -10,43% |
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| Silber | 76,80 | 4,68 | 6,49% |
| Platin | 2.079,20 | 126,23 | 6,46% |
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