| AKTIEN IM FOKUS 2: Salzgitter stürzen ab - Rohstoffbranche weiter unter Druck |
| 23.03.2026 11:36:00 |
(neu: Details)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Salzgitter
haben ihre steile Talfahrt seit dem Nahost-Krieg am
Montag nach der Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen des
Stahlkonzerns fortgesetzt. Am Vormittag sackten die Papiere, die ab
diesem Montag in den MDax aufgestiegen sind, zuletzt
um 9,5 Prozent auf 32,34 Euro ab. Damit unterschritten sie die
einfache 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen
Trend angesehen wird.
Seit Ausbruch des Iran-Konflikts Ende Februar summiert sich das
Kursminus nun bereits auf mehr als 40 Prozent. Mitte Februar waren
die Papiere des Stahlherstellers noch auf ein Hoch seit Dezember
2018 geklettert. Da hatte Salzgitter mitgeteilt, den Dessauer
Spezialisten für Sicherheitsstahl Thyrolf & Uhle zu übernehmen, um
seine Kompetenzen in der Verteidigung zu erweitern.
Der Konzern konnte seine Verluste im abgelaufenen Jahr 2025
reduzieren. Unter dem Strich standen minus 69,8 Millionen Euro zu
Buche, nach einem Fehlbetrag von 347,9 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Damals war das Ergebnis noch von hohen Wertberichtigungen,
Rückstellungen und Restrukturierungskosten geprägt gewesen.
Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,20 Euro je Aktie
erhalten.
Die jüngste Performance der Salzgitter-Papiere ähnelt weiterhin
jener des Rohstoffsektors. Der Stoxx Europe 600 Basic Resources
ist im europäischen Branchentableau mit minus 18
Prozent der größte Verlierer der ersten drei Kriegswochen und büßte
am Montag weitere 3,3 Prozent an Wert ein. Dazu trugen erneut
steigende Ölpreise und die damit verbundene Aussicht auf eine
schwächere Konjunktur bei.
Am Montag reagierten die Ölpreise auf das Ultimatum von US-Präsident
Donald Trump gegen den Iran. Trump hatte mit der Zerstörung von
Energieanlagen im Iran gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von
48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen"
öffnen. Der Iran reagierte unmittelbar und drohte mit der
vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA
iranische Kraftwerke angreifen sollten. Seit Beginn der Angriffe der
USA und Israels gegen den Iran hat sich Brent-Rohöl um etwa 57
Prozent verteuert./edh/ag/nas
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AXC0121 2026-03-23/11:36
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Autor: - dpa-AFX
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