| Commerzbank verlangt Klarheit von Unicredit |
| 23.03.2026 15:28:00 |
Die Commerzbank befürchtet im
Fall einer Übernahme durch die Unicredit einen
radikalen Stellenabbau wie einst bei der Unicredit-Tochter
Hypovereinsbank (HVB). "Anders kommt man nicht auf eine Kostenquote
von 35 Prozent", sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp der
"Süddeutschen Zeitung".
Um diese von Unicredit-Chef Andrea Orcel öffentlich als Zielmarke
genannte Kosten-Ertrag-Quote zu erreichen, gebe es nur zwei Wege,
sagte Orlopp: "Erträge erhöhen, was aufgrund der Kundenüberlappung
schwierig wird. Oder wir werden eine Niederlassung in einem Konzern
und erleben womöglich dasselbe, was wir bei der HVB gesehen haben,
einen Personalabbau von zwei Dritteln."
Was will Orcel?
Insgesamt rätselt die Commerzbank auch nach dem Übernahmeangebot der
italienischen Großbank Unicredit weiterhin über Orcels Absichten.
"Bis heute sind wir im Unklaren, was Unicredit eigentlich will",
sagte Orlopp.
Die Unicredit, die mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits
größter Aktionär der Commerzbank ist und insgesamt Zugriff auf knapp
unter 30 Prozent der Anteile hat, hatte vor einer Woche ein
freiwilliges Tauschangebot für sämtliche Aktien des Dax
-Konzerns angekündigt. Zugleich teilte die Mailänder
Großbank mit, sie erwarte, eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent
an der Commerzbank zu erreichen, "ohne die Kontrolle zu erlangen".
Orcel hatte gesagt, es sei nun "an der Zeit, zu sprechen".
Commerzbank-Chefin: Verweigern uns Gesprächen nicht
Orlopp bekräftigte in dem Interview, die Commerzbank verweigere sich
Gesprächen nicht: "Wir haben der Unicredit schriftlich bestätigt,
dass wir offen sind für Gespräche - das ist auch unsere Aufgabe, und
wir haben damit kein Problem." Allerdings müsse Orcel seine Pläne
konkretisieren: "Wenn jemand anklopft und sagt, ich habe eine Idee,
dann darf man doch erwarten, dass er auch sagt, wie die Idee
aussieht."
Die Unicredit wirbt seit ihrem Einstieg bei der Commerzbank im
September 2024 für eine Übernahme. Orcel sieht Chancen in einem
kombinierten Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden und
argumentiert, Europa brauche im Wettlauf mit den starken
US-Geldhäusern größere Banken./ben/DP/men
ISIN DE000CBK1001 IT0005239360
AXC0204 2026-03-23/15:28
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Autor: - dpa-AFX
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