| AKTIEN IM FOKUS 2: Immobilienwerte erholt nach Trumps Iran-Wende |
| 23.03.2026 16:53:00 |
(neu: Einstieg mit aktueller Nahost-Lage, Kursverlauf)
FRANKFURT/PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europäische Immobilienaktien
haben sich am Montag im Zuge einer plötzlichen Kehrtwende des
Gesamtmarktes kräftig erholt. Davor hatten sie im europäischen
Branchenüberblick zu den größten Verlierern gezählt. Auslöser der
Wende war die Anordnung von US-Präsident Donald Trump, in den
nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die
Energieinfrastruktur zu fliegen. Dies sei das Ergebnis "sehr guter
und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige
Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen,
schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Das Branchenbarometer Stoxx Europe 600 Real Estate ,
das mittags noch um 3,6 Prozent abgerutscht war und den tiefsten
Stand seit dem Zoll-Schock durch US-Präsident Trump im vergangenen
April markiert hatte, notierte im späten Handel 0,7 Prozent im Plus.
Seit Ausbruch des Krieges der USA und Israels gegen den Iran Ende
Februar hat der davor gut gelaufene Sektor kräftig nachgegeben.
Die Aktien von Vonovia erholten sich spürbar von
einem Kursrückgang um 6 Prozent und notierten zuletzt noch 0,1
Prozent tiefer. Die Papiere von TAG Immobilien ,
Aroundtown und LEG verbuchten im MDax
Kursaufschläge zwischen 0,8 und 2,1 Prozent. Für
Patrizia ging es im SDax um 1,2
Prozent bergauf. Auch im britischen FTSE 100 , der
etliche Immobilientitel beinhaltet, drehten Werte wie British Land
, Segro und Land Securities
von deutlichen Verlusten in klare Gewinne.
Die kräftigen Verluste am Morgen waren mit steigenden Renditen an
den Anleihemärkten im Zuge höherer Ölpreise begründet worden. Auch
hier drehten die Märkte.
"Je länger die Rohölpreise auf hohem Niveau bleiben, desto mehr
werden die Zentralbanken in die Ecke gedrängt", hatte Marktstratege
Stephen Innes von SPI Asset Management am Morgen gemahnt. Damit
weiche die Aussicht auf Zinssenkungen zunehmend einer drohenden
Straffung der Geldpolitik - nicht wegen eines starken
Wirtschaftswachstums, sondern angesichts der hartnäckigen Inflation.
Dies führe zu einer gefährlichen Stagflation - also einer
Kombination aus wirtschaftlicher Schwäche bei gleichzeitig
steigenden Preisen. Diese Entwicklung ist Gift für Immobilienaktien,
da sie die Finanzierungen verteuert./gl/ag/men/edh/jha/
ISIN DE0008303504 GB0001367019 DE000LEG1110 DE000A1ML7J1 CH0024505783
AXC0226 2026-03-23/16:53
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Autor: - dpa-AFX
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