| Banken vergeben mehr Immobilienkredite - aber Zinsen steigen |
| 24.03.2026 15:43:00 |
Gefragte Eigenheime: Die Banken in Deutschland
haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Immobilienkredite vergeben.
Das Volumen der neu ausgereichten Darlehen stieg 2025 um 15,7
Prozent auf 148,6 Milliarden Euro, wie der Verband deutscher
Pfandbriefbanken (vdp) mitteilte, in dem die wichtigsten
Immobilienfinanzierer zusammengeschlossen sind.
Getragen wurde das Wachstum vor allem von einer starken Nachfrage
nach Wohnimmobilien, wo das Geschäft um 17,5 Prozent auf 92,6
Milliarden Euro wuchs. Auch das Neugeschäft mit Gewerbeimmobilien,
das mit dem Homeoffice-Trend tief in die Krise rutschte, erholte
sich und kletterte von niedrigem Niveau um 12,9 Prozent auf 56
Milliarden Euro.
"Die Pfandbriefbanken blicken in Anbetracht der wirtschaftlichen und
geopolitischen Umstände auf ein zufriedenstellendes
Immobilienkreditgeschäft im Jahr 2025", sagte
vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Den größten Zuwachs bei
Wohnimmobilien verzeichneten laut dem Verband Kredite für
Mehrfamilienhäuser mit plus 27,4 Prozent. Bei Ein- und
Zweifamilienhäusern ging es um 16,3 Prozent aufwärts und bei
Eigentumswohnungen um 15,6 Prozent.
Würgen höhere Bauzinsen die Erholung ab?
Jedoch müssen Hausbauer und Wohnungskäufer wegen des Iran-Kriegs
wieder höhere Kreditzinsen stemmen. Denn mit gestiegenen Öl- und
Gaspreisen wird erwartet, dass die Inflation anzieht und die
Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im Jahresverlauf
anhebt. Im Zuge dessen sind die Kapitalmarktzinsen schon spürbar
geklettert: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, an denen sich
die Bauzinsen orientieren, stieg zuletzt auf den höchsten Stand seit
2011.
Der Kreditvermittler Interyhp verzeichnete zuletzt bei den Bauzinsen
einen deutlichen Anstieg auf im Schnitt fast 3,8 Prozent für
10-jährige Darlehen. Wer eine Finanzierung mit wenig eingebrachtem
Eigenkapital plane, müsse sich wieder auf Zinssätze von mehr als 4
Prozent einstellen. Für Verbraucher ist das schmerzhaft: Da sie oft
Kredite über Hunderttausende Euro aufnehmen, werden schon kleine
Zinsbewegungen teuer./als/DP/men
ISIN DE000CBK1001 DE0005140008 DE0008019001
AXC0234 2026-03-24/15:43
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 22.636,91 | -16,95 | -0,07% |
| TecDax | 3.416,31 | -19,05 | -0,55% |
| MDAX | 28.125,11 | -104,25 | -0,37% |
| Dow Jones (EOD) | 46.124,06 | -84,41 | -0,18% |
| Nasdaq 100 | 24.002,45 | -186,14 | -0,77% |
| S & P 500 (EOD) | 6.556,37 | -24,63 | -0,37% |
| SMI | 12.515,94 | 126,26 | 1,02% |
|
| EUR/US$ | 1,1629 | 0,00 | 0,19% |
| EUR/Yen | 184,5388 | 0,32 | 0,17% |
| EUR/CHF | 0,9153 | 0,00 | 0,05% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8657 | 0,00 | 0,02% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,02% |
| CHF/US$ | 1,2705 | 0,00 | 0,12% |
|
| baha Brent Indication | 101,35 | -0,02 | -0,02% |
| Gold | 4.416,02 | -48,06 | -1,08% |
| Silber | 70,08 | 2,80 | 4,16% |
| Platin | 1.896,03 | 6,40 | 0,34% |
| |
|
|