| Aktien Wien Schluss: ATX leicht im Plus |
| 24.03.2026 18:31:00 |
Der Wiener Aktienmarkt ist am Dienstag nach
anfänglichen Verlusten mit leichten Zuwächsen aus dem Handel
gegangen. Der Leitindex ATX legte zum Schluss 0,15 Prozent zu auf
5.268,58 Punkte. Die wichtigsten europäischen Börsen gingen
uneinheitlich aus dem Handelstag. Unsicherheitsfaktor für die Märkte
bleibt weiter die unklare Situation im Krieg zwischen den USA und
Israel mit dem Iran.
Die Lage im Nahen Osten löst sich weiter nicht auf. Mittlerweile
gehen die Kämpfe in Nahost weiter, und am Markt werden hinter die
jüngsten Aussagen des US-Präsidenten wieder zunehmend Fragezeichen
gesetzt. Donald Trump hatte am Vortag ein Ultimatum an den Iran
verschoben und von "produktiven" Gesprächen mit dem Kriegsgegner
gesprochen. Der Iran dagegen dementierte Verhandlungen zur
Beendigung des Krieges.
Der Iran-Krieg und die damit steigenden Energie-Rohstoffpreise
trüben die Aussichten für das heimische Wirtschaftswachstum. Die
Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für das laufende Jahr
nun ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, vor Weihnachten lag die
Prognose noch bei 0,8 Prozent. Auch die Inflation dürfte dieses Jahr
höher ausfallen als ursprünglich gedacht: Die Inflationsprognose
(HVPI) der OeNB lautet nun auf 2,7 Prozent, davor waren es 2,4
Prozent.
Der Krieg und seine Auswirkungen seien sehr ernst, sagte
OeNB-Gouverneur Martin Kocher am Dienstag. "Gleichzeitig ist es aber
nicht angebracht, in Panik zu verfallen." Die positive
Wachstumsdynamik vom Jahresbeginn - vor Ausbruch des Krieges -
sollte nur temporär gedämpft werden, schrieb die OeNB in ihrer
Mitteilung.
Mittlerweile hat sich auch die Stimmung in den Unternehmen der
Eurozone im März wegen der Folgen des Iran-Kriegs verschlechtert.
Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch
des Kriegs im Nahen Osten mit einem starken Anstieg von
Energiepreisen voll berücksichtigt werden. Der von S&P Global
ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Punkte auf 50,5 Punkte,
wie S&P nach einer ersten Schätzung mitteilte.
In Österreich legten Strabag leichte 0,2 Prozent zu.
Der österreichische Baukonzern hat einen Großauftrag über seine
slowenische Tochter Strabag d.o.o. in einem Konsortium erhalten. Der
Auftragswert beträgt 194 Millionen Euro. Der Strabag-Anteil daran
wird mit 60 Prozent beziffert. Gebaut wird ein Verbindungsstück der
Schnellstraße Velenje-Koroka (Los A - Velenje) inklusive zugehöriger
Infrastruktur.
Analysten der Berenberg Bank haben das Kursziel für den
Ölfeldausrüster SBO von 31,0 auf 32,0 Euro
hinaufgesetzt. Das Votum "Hold" wurde beibehalten. SBO notierten zum
Handelsschluss mit minus 1,6 Prozent bei 33,90 Euro.
Baader-Bank-Experten haben ihre Einschätzung für Semperit
auf "Buy" bestätigt und das Kursziel bei 17,50 Euro
belassen. Die Experten begründeten das damit, dass Semperit selbst
dank schlankerer Strukturen, Kostendisziplin und Innovationskraft
bei einer nur moderaten Markterholung ein überproportionales
Wachstumspotenzial erwartet. Semperit verloren 0,27 Prozent auf
14,84 Euro.
Palfinger , die gestern wieder in das ATX
Prime-Segment zurückgekehrt war, beendete den zweiten Handelstag mit
einem leichten Plus von 0,4 Prozent. Zuletzt war der Salzburger
Kranhersteller 2010 im ATX gelistet.
AT&S waren im ATX Prime-Segment mit minus 3,6 Prozent
die größten Verlierer. Auch die schwergewichteten Banken fanden sich
im Minus: Erste lagen zum Schluss bei minus 0,8
Prozent, Raiffeisen Bank International (RBI) bei
minus 0,7 und Bawag bei minus 0,2 Prozent. Lenzing
gewannen als Topwert 4,7 Prozent./moe/spa/APA/men
ISIN AT0000999982
AXC0297 2026-03-24/18:31
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Autor: - dpa-AFX
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