| ROUNDUP 2: VW-Holding Porsche SE kämpft mit schwachen Beteiligungen - Kursminus |
| 26.03.2026 15:29:00 |
Die VW-Dachgesellschaft Porsche
SE hat die schwierige Lage bei ihren
Kernbeteiligungen auch im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. Das
um Wertberichtigungen angepasste Ergebnis nach Steuern sank 2025 um
gut acht Prozent auf 2,89 Milliarden Euro, wie die Holding am
Donnerstag mitteilte. Damit liegt das Unternehmen am oberen Ende
seiner gesenkten Erwartungen. 2024 hatte der bereinigte Gewinn noch
bei 3,15 Milliarden Euro gelegen. Die Dividende je im Dax
notierter Vorzugsaktie soll 1,51 Euro betragen - 40
Cent weniger als ein Jahr zuvor. Die Aktie verlor.
Das Papier sank am Nachmittag um 2,7 Prozent auf 31,21 Euro und lag
damit am Dax-Ende. In diesem Jahr hat der Kurs bereits mehr als ein
Fünftel eingebüßt. Die Prognose der Automobil-Holding für den
bereinigten Nettogewinn 2026 liege unter der Konsensschätzung, sagte
ein Händler. Die Zielspanne sei sehr breit, im ungünstigsten Fall
unterbiete das Nettoergebnis die Konsensprognose um mehr als die
Hälfte. Auch die in Aussicht gestellte Dividende je Vorzugsaktie
bleibe hinter der Markterwartung zurück.
In der Holding bündeln die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre
Anteile am Volkswagen -Konzern und dem Sport- und
Geländewagenbauer Porsche AG . Angesichts schwacher
Autogeschäfte investiert der Dax -Konzern aber auch in
andere Bereiche. Insbesondere im Sicherheits- und
Verteidigungssektor sehe man "erhebliches Wachstumspotenzial", sagte
Vorstandschef Hans Dieter Pötsch. Man habe daher Anfang des Jahres
Anteile am neu aufgelegten Verteidigungsfonds der
Beteiligungsgesellschaft DTCP gezeichnet. Das Volumen beträgt
demnach 100 Millionen Euro.
Das angepasste Ergebnis ist eine zentrale Steuerungsgröße des
Porsche-SE-Managements. Dabei sind vor allem Wertberichtigungen
ausgeklammert. Unter dem Strich lag der Gewinn 2025 bei 2,65
Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Holding wegen hoher
Abschreibungen auf die Beteiligungen an Volkswagen und Porsche einen
Verlust von gut 20 Milliarden Euro verbucht.
Probleme bei VW und Porsche belasten
Der Konzern und insbesondere der Sportwagenbauer mit dem
Familiennamen hatten 2025 unter anderem mit geopolitischen
Herausforderungen, den US-Zöllen und stärkerem Wettbewerb zu
kämpfen. Bei Porsche kosteten außerdem die strategische Kehrtwende
bei Elektroautos mehrere Milliarden. Der Gewinn beider Unternehmen
brach deutlich ein.
Sowohl Volkswagen als auch die Tochter Porsche müssen daher sparen.
Bis 2030 sollen im gesamten Konzern 50.000 Stellen wegfallen. "Wir
haben die klare Erwartungshaltung an das Management sowohl der
Volkswagen AG als auch der Porsche AG, dass sie die herausfordernde
Situation als Chance betrachten, die strategischen Anpassungen
umzusetzen", sagte Porsche-SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch laut
Mitteilung.
Schulden sinken leicht
Die Nettoverschuldung lag Ende 2025 bei 5,1 Milliarden Euro - und
damit etwas niedriger als ein Jahr zuvor. Über die Holding hatten
sich die Familien 2022 beim Börsengang der Porsche AG 25 Prozent
plus einer Aktie der Stammaktien gesichert, dafür aber Schulden in
Milliardenhöhe aufgenommen.
2026 geht das Management um Pötsch von einem bereinigten Ergebnis
nach Steuern zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro aus. Die Schulden
sollen zwischen 4,7 und 5,2 Milliarden Euro liegen./jwe/men/
ISIN DE000PAH0038 DE0007664039 DE000PAG9113
AXC0349 2026-03-26/15:29
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Autor: - dpa-AFX
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