| WDH: Rheinmetall peilt Milliardengeschäft in Spanien an |
| 26.03.2026 15:54:00 |
(Wiederholung: Im vierten Absatz wurden im dritten Satz die beiden
überflüssigen Wörter "Jobs für" gestrichen.)
DÜSSELDORF/MADRID (dpa-AFX) - Für den Bau von Militär-Lastwagen und
anderen Rüstungsgütern sucht Deutschlands größte Waffenschmiede
Rheinmetall den Schulterschluss mit dem spanischen
Technologiekonzern Indra . Rheinmetall-Chef Armin
Papperger und Indra-Chef Ángel Escribano unterzeichneten in
Düsseldorf eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für
eine Zusammenarbeit.
Als nächster Schritt soll noch in diesem Jahr ein
Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, um bei einer
Ausschreibung der spanischen Armee für die Beschaffung von bis zu
3000 Militär-Lastwagen mitzumachen. Außerdem nehmen die beiden
Firmen eine spanische Ausschreibung für gepanzerte taktische
Fahrzeuge ins Visier, auch der Bau von Kampfpanzern ist möglich.
Rheinmetall arbeitet im Service-Geschäft bereits mit Indra zusammen,
die Deutschen kümmern sich um Leopard-Panzer in Reihen der
spanischen Armee.
"Indra ist Marktführer in Spanien und Rheinmetall ist Marktführer in
Deutschland", sagte Rheinmetall-Chef Papperger der dpa. "Wir wollen
bei Fahrzeugen, Satelliten, Elektronik und dem Marinebereich
zusammenarbeiten." So könne man Elektronik von Indra in
Rheinmetall-Fahrzeuge einbauen. Startpunkt der Zusammenarbeit seien
die beiden Ausschreibungen des spanischen Staates für bis zu 3000
Militär-Lastwagen und mehrere Hundert taktischer Einsatzfahrzeuge.
"Wir sprechen von einigen Milliarden Euros."
Die Partnerschaft sei für Indra eine gute Gelegenheit, um
weiterzuwachsen, sagte Konzernchef Escribano. Das
Gemeinschaftsunternehmen soll in Spanien seinen Sitz haben, auch die
Produktion wäre dort. "Wir werden mindestens 500 bis 700 Jobs
schaffen", so Papperger. Das wäre aber erst der Anfang, künftig
könnte diese Beschäftigtenzahl steigen.
Indra bietet breite Elektronik-Palette
Indra stellt Sensorik und andere Elektronik etwa für Flugzeuge,
Militärfahrzeuge, Schiffe und Weltraum-Satelliten her. Die Firma aus
Madrid kam im vergangenen Jahr mit rund 62.000 Beschäftigten auf
einen Konzernumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro. Von dem Umsatz
entfallen 1,4 Milliarden Euro auf die Verteidigungssparte, was ein
Plus von mehr als einem Drittel war - so stark wuchs keine andere
Konzernsparte.
Ähnlich wie bei Rheinmetall sind die Auftragsbücher von Indra voll,
was im Wesentlichen auf die boomende Nachfrage nach Rüstungsgütern
zurückzuführen ist. Während es in der Defence-Sparte steil nach oben
geht, schwächelt die Luftverkehrssparte.
Zum Vergleich: Rheinmetall machte im vergangenen Jahr mit 33.000
Mitarbeitern einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro, was ein Plus von
29 Prozent gewesen war. Rheinmetall stellt Panzer, Artillerie,
Munition, Militär-Lastwagen und Drohnen her. Die Firmenzentrale ist
in Düsseldorf und das größte Werk im niedersächsischen
Unterlüß./wdw/DP/men
ISIN DE0007030009 ES0118594417
AXC0356 2026-03-26/15:54
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Autor: - dpa-AFX
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