| Goldpreis steigt nach Waffenruhe im Iran-Krieg - Silber noch stärker gefragt |
| 08.04.2026 13:33:00 |
Die Preise für Edelmetalle sind am Mittwoch nach
der Waffenruhe im Iran-Krieg gestiegen. Der Preis für eine Feinunze
Gold (etwa 31,1 Gramm) legte am Mittag um 1,7 Prozent
auf 4.786 US-Dollar zu. Mit zeitweise 4.856 Dollar erreichte der
Goldpreis den höchsten Stand seit Mitte März.
Der Iran und die USA haben sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von
US-Präsident Donald Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die
Öffnung der Straße von Hormus geeinigt.
"Damit verhält sich Gold auch in Zeiten der Deeskalation nicht wie
ein typischer sicherer Hafen", schreibt Commerzbank-Analyst Carsten
Fritsch. "Stattdessen führt der kräftige Rückgang der Ölpreise zu
einem Abflauen der Inflationsrisiken und damit zu einer Anpassung
der Zinserwartungen nach unten." In der Eurozone bedeute dies mit
Blick auf die Geldpolitik voraussichtlich weniger Zinserhöhungen und
in den USA möglicherweise frühere Zinssenkungen.
So war der Goldpreis im März deutlich gefallen. Vor allem die
Erwartung, dass in den USA die erwarteten Leitzinssenkungen
ausbleiben könnten, hatte den Goldpreis belastet. Es wurde
angesichts steigender Energiepreise und wachsender
Inflationsgefahren sogar über Zinserhöhungen spekuliert. Gold wirft
keine Zinsen ab und höhere Leitzinsen machen Gold daher
unattraktiver. Vor dem Beginn des Krieges hatte der Preis noch bei
über 5.000 Dollar gelegen.
Der Silberpreis legte amm Mittwoch noch stärker als
Gold zu. Zuletzt wurde eine Feinunze bei 76,95 Dollar. Das waren 5,4
Prozent mehr als am Vortag. Ende Februar hatte der Silberpreis noch
über 90 Dollar gelegen. Die weitere Entwicklung hängt laut Fritsch
ganz davon ab, ob in den kommenden zwei Wochen eine dauerhafte
Friedenslösung gefunden wird./jsl/jha/
ISIN XC0009655157 XC0009653103
AXC0210 2026-04-08/13:33
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Autor: - dpa-AFX
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