| AKTIE IM FOKUS: ASML ins Minus gedreht - 'Mehr Optimismus für 2027 erwartet' |
| 15.04.2026 16:53:00 |
Die Aktien von ASML haben am
Mittwoch nach Geschäftszahlen und gutem Start ihrem starken Lauf
Tribut gezollt. Nachdem sie zunächst mit knapp über 1.307 Euro an
ihr Rekordhoch von Ende Februar herangelaufen waren, verließ sie der
Schwung. Zuletzt verloren sie im Zuge der Telefonkonferenz mit
Analysten 4,3 Prozent auf gut 1.229 Euro und landeten auf dem
vorletzten Platz im EuroStoxx 50 . In dem Leitindex
der Eurozone zählen ASML mit einem Plus von gut einem Drittel seit
Jahresanfang zu den besten Werten.
Analyst William Beavington von Jefferies sah in der Telefonschalte
nichts Besonderes, was die ASML-Papiere hätte unter Druck setzen
können. Möglicherweise habe der Markt aber auf mehr Optimismus vom
Konzern vor allem mit Blick auf 2027 gehofft. Letztlich befinde man
sich auch in einer zyklischen Abschwungphase. Der Experte rechnet
zwar mit moderat steigenden Schätzungen für ASML, hält das
Aufwärtspotenzial für die Aktien aber für begrenzt.
Der Chipindustrie-Ausrüster profitierte weiterhin vom KI-Boom und
war mit überraschend viel Schwung in das neue Jahr gestartet.
Analysten von Goldman Sachs sprachen von einem besser als erwartet
ausgefallenen Quartalsbericht. Der erhöhte Ausblick für 2026
spiegele die anhaltend hohe Nachfrage wider.
Für Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan ist das Signal der
Niederländer entscheidend, dass die Kundennachfrage kurz- und
mittelfristig anziehe. Durch die Erhöhung der Jahresziele sieht er
allerdings keine Impulse, da der Konsens bereits ambitionierter
gewesen sei. Die operativen Gewinnerwartungen an das zweite Quartal
dürften seiner Meinung nach sogar etwas sinken.
Ingo Wermann von der DZ Bank sprach von einem guten Jahresauftakt,
betonte aber auch die Schwäche im China-Geschäft. Dieses leide unter
Sanktionen und habe Umsatzeinbußen von 23 Prozent und einen Rückgang
des Anteils an den Maschinenerlösen von 27 auf 19 Prozent hinnehmen
müssen. Dieser negative Trend könnte sich sogar noch verschärfen,
glaubt der Analyst und verwies auf einen in den USA eingebrachten
Gesetzentwurf (US Match Act), der darauf abzielt, den Export von
älteren Lithografiesystemen auf Basis von tiefem ultraviolettem
Licht (DUV) nach China stärker zu beschränken. Die modernsten
EUV-Anlagen, die mit extrem ultraviolettem Licht arbeiteten,
unterlägen schon länger einem Ausfuhrverbot./ajx/he
ISIN NL0010273215
AXC0271 2026-04-15/16:53
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Autor: - dpa-AFX
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